virales Marketing – Fallbeispiele

Virales Marketing ist eine Marketingform, die soziale Netzwerke und Medien nutzt, um mit einer meist ungewöhnlichen oder hintergründigen Nachricht auf eine Marke, ein Produkt oder eine Kampagne aufmerksam zu machen.

Fallbeispiele für virales Marketing

Im Folgenden sollen zwei Fallbeispiele virales Online Marketing zeigen.

Red Bull Stratos

Der österreichische Getränkehersteller war in den letzten Wochen in aller Munde. Auf seinem Youtube Kanal wird der Sprung von Felix Baumgartner, vom Rande der Stratosphäre, gezeigt. Red Bull war Hauptsponsor des Wagnisses. Derzeit weist der Youtube Kanal 800.000 Abonnenten und fast 500 Millionen Videoabrufe auf.

Einige Eckdaten zu der Kampagne:

  • Red Bull hat ca. 50 Millionen Euro in das Projekt investiert
  • Das Ereignis wurde von rund 200 Fernsehstationen weltweit übertragen
  • Auf Twitter wurden mehr als 3 Millionen Tweets über den Sprung versendet
  • ORF, das österreichische Fernsehen, verzeichnete 2,3 Millionen Zuschauer
  • Auf dem amerikanischen “History Channel” wurde der Beitrag “Space Jump LIVE” zum meist besuchten Beitrag aller Zeiten
  • Der Youtube Livestream zum Projekt ist der meist gesehene in der Geschichte der Video-Plattform! Bis zu 8 Millionen Menschen waren zeitgleich live dabei (Zahlen siehe hier).

Die einhellige Meinung in der Werbebranche ist, dass diese Aktion einen Marketingwert von mehreren Milliarden Euro übersteigt.

Obwohl das Gelingen des Sprungs bis zuletzt unsicher war, hätte auch ein Scheitern für Red Bull den gleichen Werbeeffekt erzielt. Werbeexperten äußerten die einhellige Meinung, dass dies keinen negativen Effekt auf die Marke selbst gehabt hätte.

Olympus PEN Giant

2009 hat Olympus eine Kampagne für die Olympus PEN anlässlich ihres 50. Geburtstages veröffentlicht. Das Besondere an der Kampagne mit dem Namen “The PEN Story”: Ein Stop-Motion-Film, der aus über 60.000 Einzelbildern zusammengefügt wurde. Heraus gekommen ist ein beeindruckender Werbefilm. 2010 gab  es einen neuen Spot, der ein ähnliches Konzept verfolgt, um wieder Aufmerksamkeit zu erregen. Statt Fotos wurden  Billboard-Plakate verwendet. Diese wurden immer wieder fotografiert und in Lebensgröße auf den Straßen aufgestellt und nacheinander abfotografiert. Am Schluss wurde das Ganze dann am Computer zusammengesetzt und über Stop-Motion zu einem neuen Film zusammengefügt.
Die Ergebnisse finden sich auf Hunderten von Blog-Berichten und an neu gewonnen Freunden. PEN Giant sorgte für über 15.000 Freunde auf Facebook!

The PEN Story from PENStory on Vimeo.

Bewertung von viralem Marketing

Geschichten können noch so spannend erzählt werden, aber bewegte Bilder erzählen eine Geschichte oft emotionaler als der reine Text. Der Mensch liebt Filme und Bilder mehr als blanken Text.
Empfehlung von Business-Wissen (das Linkziel existiert mittlerweile nicht mehr): Das virale Video kann werbend sein, muss dabei aber überraschend, lustig oder emotional aufwühlend sein. Die Zuschauer sollen Lust dazu bekommen, es an Bekannte weiter zu empfehlen.
Die Gefahr beim Videomarketing besteht darin, dass zu viel Aufwand betrieben wird und hohe Kosten entstanden sind, aber das Video kaum angeklickt und verbreitet wird. Besonders für kleinere Unternehmen sind die teilweise hohen Investitionen ein Risikofaktor, aber wenn die Ziele von Anfang an klar definiert sind und eine pfiffige Idee in dem Video umgesetzt wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Video seinen Zweck erfüllen wird und neue Kunden gewonnen werden.

letztes Update: 21:56:53 – 2017-01-30

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