Twitter wird Messenger, Hangout bekommt Domain, Facebook Mentions und Notes #geistreichlive Morningshow

In unserer #geistreichlive Morningshow gibt es heute einen kompakten Überblick zu Social Media Entwicklungen: Google Hangouts bekommen eine eigene Domain, als Landingpage zum Start des Dienstes. Twitter hebt Zeichenlimit bei Direktnachrichten auf. Facebook News App, Facebook Mentions und Notes, Referral Traffic sozialer Netzwerke.

Hier das Video zu unserer Periscope Aufzeichnung:

Google Hangouts bekommt eigene Domain

Googles Videokonferenzdienst Hangouts ist jetzt auch über eine eigene Website im Browser nutzbar. Er findet sich unter hangouts.google.com . Das hat Google-Mitarbeiterin Jordanna Chord auf Google+ mitgeteilt.

Twitter hebt Zeichenlimit bei Direktnachrichten auf

While Twitter is largely a public experience, Direct Messages let you have private conversations about the memes, news, movements, and events that unfold on Twitter. Each of the hundreds of millions of Tweets sent across Twitter every day is an opportunity for you to spark a conversation about what’s happening in your world. That’s why we’ve made a number of changes to Direct Messages over the last few months. Today’s change is another big step towards making the private side of Twitter even more powerful and fun.

Nachzulesen im öffentlichen Blog von Twitter.

Twitter hatte die Anleger zuletzt mit einem schwachen Kundenwachstum verschreckt. Auch die anhaltende Suche nach einem neuen CEO drückt den Kurs. Am Donnerstag rutschte die Aktie erstmals unter den Ausgabepreis von 26 US-Dollar.

Facebook arbeitet an Twitter ähnlicher News App

Facebook arbeitet offenbar an einer eigenständigen Nachrichten-App. Wie der „Business Insider“ berichtet, soll es sich um um eine Anwendung handeln, die Twitter sehr ähnlich ist: Die Nutzer wählen Medien aus, denen sie folgen wollen, und Themen, zu denen sie Eilmeldungen erhalten wollen.

Wenn etwas wichtig passiert, erhalten sie eine Eilmeldung von maximal 100 Zeichen auf ihr Smartphone sowie einen Link zu dem entsprechenden Artikel. (via Frankfurter Allgemeine). Mehr Details gibt es auf Business Insider.

Facebook stellt mit „Mentions“ das Periscope für Promis vor

Facebook Mentions soll ausschließlich Personen des öffentlichen Lebens die Möglichkeit von Live Streaming direkt im größten sozialen Netzwerk der Welt ermöglichen. „Somit erhalten Nutzer auf der anderen Seite die Möglichkeit ganz nah an ihren Idolen dran zu sein. Zum Start konnte Facebook sowohl deutsche als auch internationale Stars wie Simon Desue, Dwayne „The Rock“ Johnson, Michael Bublé oder Jamie Oliver für „Live für Mentions“ gewinnen.“ via Caschys Blog

„Damit würde das ohnehin stark auf Video ausgerichtete Facebook den Konkurrenten Meerkat und Twitters Periscope ein eigenes Angebot entgegensetzen. Während aber Meerkat-Videos nur live sichtbar sind und die von Periscope gerade einmal 24 Stunden vorgehalten werden, will Facebook die Streams dauerhaft archivieren. Schließlich positioniert es sich als Videoportal gegen Youtube, nicht zuletzt, weil Videos das optimale Umfeld für Videowerbung sind.“ via ZDNet

Referral Traffic: Soziale Netzwerke überflügeln Suchmaschinen

Soziale Netzwerke sind für Medienseiten mittlerweile wichtigere Traffic-Lieferanten als Suchmaschinen. Das legen aktuelle Daten der New Yorker Analysten von Parse.ly nahe, die auf der Auswertung von rund 400 Medienseiten – u.a. Wired, The Atlantic, Reuters, The Daily Telegraph, Mashable, The Next Web, Business Insider – beruhen. Demnach sind Soziale Netzwerke, vor allem Facebook, für 43 Prozent des Referral-Traffics auf Medienseiten verantwortlich. Der Traffic-Anteil von Google und Co. liegt mit 38 Prozent dagegen fünf Prozentpunkte dahinter. Andere Traffic-Quellen haben in den letzten beiden Jahren deutlich an Bedeutung verloren.

Infografik: Netzwerke überflügeln Suchmaschinen | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

„Die Parse.ly-Grafik zeigt aber auch, dass Facebook als Partner für Plattformen weniger sicher ist als Google. Trotz des mittlerweile massiven Marktanteils, kam es bei Facebook in der Vergangenheit auch immer wieder zu Rückschlägen, wenn Zuckerberg Änderungen am Algorithmus vorgenommen hat. Für Publishers sei es deshalb schwieriger, eine verlässliche Social-Media-Strategie aufzustellen, so der Parse.ly-Chef.“ (via Meedia) Mehr dazu auch auf Business Insider.

Facebook Notizen interessant für Blogger?

Facebook überarbeitet gerade seine Notizen. Diese Woche wurden dazu einige Informationen geleaked, die nun in der Blogsphäre und unter Social Media Experten heiss diskutiert werden. Für das Re-Design hat sich Facebook sogar das gleiche Design Team an Bord geholt, die einst Medium aufgebaut hat. teehan+lax wurde einst von Twitter-Mitgründer Evan Williams für die Entwicklung eines puristischen Blogging-Dienstes beauftragt. Nachzulesen ist die ganze Geschichte im Corporate Blog der Designer. Für 2015 gab teehan+lax dann bekannt, dass man entschieden habe sich dem Designer Team von Facebook anzuschließen. Dafür zog man sogar vom beschaulichen Toronto nach San Francisco um.

Bekannt wurde die neuen Funktionalität von Facebook Notizen durch einen Post von John Biesnecker. Wie üblich bei Facebook werden die Funktionen stufenweise ausgerollt und auch verfügt das Tool noch nicht über alle Eigenschaften, die angedacht sind. Vor allem das bei Bloggern beliebte Embedding externer Inhalte, wie YouTube Videos oder Soundcloud Podcasts, ist nicht möglich. Wobei hier auch fraglich ist, ob das von Facebook überhaupt forciert wird.

So richtet sich Facebook Notes, wie es im englischen heißt, auch gezielt gegen Yahoos Tumblr und Medium – das gerade Prominente und Personen des öffentlichen Lebens immer mehr nutzen, die ansonsten keine eigenen Blogs oder Webseiten betreiben.

„In den USA gelten solche Blogbeiträge zunehmend als beliebte Diskursform bei Popstars, Politikern und anderen Prominenten. Sie werden beispielsweise von der früheren US-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin und von Sängerin Taylor Swift genutzt. Letztere brachte mit einem Tumblr-Post Apple zum Umdenken, was die Entlohnung von Musikern für Streams von Nutzern mit Testzugang zu Apple Music betrifft.“ (via c/net)

Doch wie sieht es für Blogger aus?

Die Richtung von Facebook ist klar: Man will die Nutzer noch weiter in das eigene Ökosystem einbinden. Ähnlich wie Mentions sehe ich den meisten Nutzen für Prominente, Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens. Sie können mit längeren Posts ihre Fans auf Facebook direkt ansprechen.

Aus Sicht eines Bloggers kann ich mir die reine Nutzung von Facebook Notes nicht vorstellen. Als Blogger möchte man möglichst unabhängig sein. Nicht den Algorithmus Änderungen eines Großkonzern ausgeliefert, bzw. dessen Änderungen der Richtlinien, usw. Man will eine eigene Marke, eine Fanbase, unabhängig von deren bevorzugtem Netzwerk aufbauen. Viele Blogger verdienen mit ihrer Webseite und ihrer digitalen Präsenz ihren Lebensunterhalt oder zumindest ein gutes Zubrot.

Gerade Themen- und Nischenblogs, die vielleicht eine Zielgruppe ansprechen, die gar nicht größtenteils in sozialen Netzwerken anzutreffen sind, können hier ihr Potential nicht entfalten.

Ähnlich wie das Fazit oben zum Referral Traffic ausgefallen ist, gilt zudem: Es ist ohnehin schon schwer mit einer Facebook Seite Reichweite und Aufmerksamkeit zu generieren. Das wird mit Facebook Notes wohl nicht leichter.

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Letze Änderung: 13:13:35 – 2017-08-20

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