Tausendfach deutsche Behördenfragen bei Facebook

Die Enthüllungen über die umfangreiche Internet-Überwachung von Seiten der NSA haben bei vielen Nutzern Spuren hinterlassen. Amerikanische Firmen versuchen nun, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten, das verlorene Vertrauen durch erhöhte Transparenz zurückzugewinnen.

Diese Grafik zeigt die Anzahl der Behördenanfragen nach Facebook-Nutzerdaten der zehn „neugierigsten“ Länder. Deutschland liegt mit 1.886 Anfragen auf Rang vier.

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Neben dem Suchmaschinenriesen Google, der schon seit geraumer Zeit einen regelmäßigen Transparenzbericht veröffentlicht, hat nun auch Facebook einen solchen Report vorgelegt. Aus dem Bericht geht hervor, wie viele Behördenanfragen Facebook im ersten Halbjahr 2013 bekommen hat, wie viele Nutzerprofile betroffen waren, und auf wie viele Anfragen Facebook mit Herausgabe von Daten reagiert hat.

Wenig überraschend klopften US-Behörden mit Abstand am häufigsten bei Facebook an. Zwischen 11.000 und 12.000 mal, die genaue Zahl darf nach amerikanischer Gesetzgebung nicht veröffentlicht werden, beantragten US-Behörden die Herausgabe von Nutzerdaten in den ersten sechs Monaten des Jahres. Diese Anfragen betrafen zwischen 20.000 und 21.000 Nutzerprofile, und in 79 Prozent der Fälle hat Facebook zumindest einen Teil der beantragten Daten freigegeben. 

Auch deutsche Behörden zeigten sich neugierig: 1.886 Anfragen zu 2.068 Nutzern wurden gestellt. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf Rang vier. Jedoch wurden Anfragen aus Deutschland weitaus seltener beantwortet als amerikanische: In nur 37 Prozent der Fälle erwirkten die Anträge die Herausgabe der erwünschten Nutzerdaten.

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