Social Media Update: Das neue Google+

Vor einigen Tagen hat Google seinem sozialen Netzwerk Google+ ein neues Gewand gegeben. Doch das Update macht Google+ nicht nur schöner, sondern auch völlig anders! Noch ist das neue Google+ nicht fertig – noch kann man immer wieder zu der alten Ansicht zurückkehren – insbesondere wenn man Einstellungen nicht finden kann. Das heißt: Google nimmt immer noch einiges an Anpassungen vor, die dem Nutzer dann in der täglichen Arbeit auffallen werden.

Besonders schön ist, dass die mobile Version des neuen Google+ der Desktop-Version deutlich angepasst wurde und durch Verschlankung nun sehr viel schnellere mobile Ladezeiten hat. Das freut nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch das Datenolumen.

Der neue Newsfeed

Das fängt schon beim Newsfeed an: Er ist deutlich aufgeräumter und bietet den einzelnen Posts viel mehr Platz. Das bedeutet in diesem Fall, dass die Botschaft der Posts eine sehr viel größere Bedeutung zugemessen wird. Der Inhalt rückt in den Vordergrund.
Das sieht man auch in der Teilen-Funktion. Drückt man unter einem Beitrag unten rechts auf das entsprechende Zeichen, öffnet sich ein Fenster in dem der Nutzer dann wählen kann, in welches soziale Netzwerk der Beitrag geteilt werden soll. Zusätzlich steht die Möglichkeit zur Verfügung, den Link zu kopieren.
Wird der Beitrag in die anderen Netzwerke geteilt, verlinkt er direkt auf den entsprechenden Post bei Google+.

Die Sammlungen erhalten mehr Gewicht

Google+ Sammlungen, Screenshot, 24.11.2015

Google+ Sammlungen, Screenshot, 24.11.2015

Es gibt die Sammlungen schon ein paar Monate, doch jetzt werden sie zu einem Herzstück von Google+. Jeder Google+-Nutzer kann den Sammlungen folgen oder eigene Sammlungen erstellen. Gerade durch diese Sammlungen legt Google nun den Fokus auf die einzelnen Themen und nicht mehr auf die generelle Vernetzung. Wer im Suchfenster nach einem Interesse sucht, erhält nun neben den einzelnen Communitys und einzelnen Posts auch ganze Sammlungen. In ihnen können Nutzer einzelne Posts thematisch sortieren und so jederzeit ein eigenes (oder fremdes) Nachschlagewerk nutzen.
Durch Privatsphäre-Einstellungen können die Sammlungen definierten Benutzergruppen, der Öffentlichkeit, den Kreisen oder nur sich selbst zugänglich gemacht werden. So können Sammlungen auch nur ganz spezifischen Personen freigegeben werden.

Das Google+ Profil wird schlank

Das eigene Profil wird im neuen Google+ deutlich schlanker. Auf den ersten Blick gibt es viel weniger Informationen über den Inhaber, es stehen auch hier die Postings im Vordergrund. Erst wenn man auf das kleine „i“ auf dem Hintergrundbild klickt, erhält man ausführliche Informationen in einem extra Fenster.

Google My Business

Für Seitenbetreiber bei Google+ erscheint mir das neue Update allerdings ein wenig umständlich. Denn wählt man seine Seite aus, erhält man genau die gleiche Ansicht wie im Privatprofil. Es erscheint der Stream, in denen die Nachrichten derer angezeigt werden, denen die Seite folgt. Dort (über-) sieht man dann auch gleich oben links das Eingabefenster für neue Beiträge.

Will man nun aber wissen, wie die Seite und die Posts performt haben, muss man zu Google My Business wechseln. Wo das allerdings ist, kann man nicht auf Anhieb erkennen. Über den Button „Profil“ kann mein seine „Seite verwalten“ und landet dann bei MyBusiness. Einen schnelleren Weg zu gibt es, wenn man rechts oben in der bunten Leiste auf das Profilbild klickt und dann direkt zu MyBusiness wechselt.

Fazit:

Noch ist das Look & Feel des neuen Google+ ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch mir gefällt der Fokus auf das Inhaltliche sehr gut. Die Sammlungen erinnern mich entfernt an die Pinnwände bei Pinterest und die Sortierung nach Themen erscheint mir attraktiv für ein Google-Netzwerk. Denn im Suchen und Finden von Inhalten ist Google ja bekannter Weise ein sehr gutes Tool. Wird dies in dem sozialen Netzwerk umgesetzt, wird es als Informationsgeber äußerst spannend!

Aktuell sehe ich eine gewisse Benachteiligung der Unternehmensseiten, weil die Handhabung doch sehr schwerfällig ist und daher unter Umständen eher abschreckt als einlädt. Ich bin gespannt, was die Anpassungen der nächsten Wochen mit sich bringt und wie das neue Google+ aussehen wird, wenn das Update vollständig umgesetzt wird.

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