Social Media Guidelines

Mitarbeiter sind die besten Botschafter für die eigenen Produkte. Immer mehr Unternehmen erkennen diese Tatsache an und nutzen sie. Denn selbst wenn Mitarbeiter privat in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, werden sie dennoch auch als Mitarbeiter des Unternehmens wahrgenommen – und ihre Äußerungen im Zweifelsfall als offizielle Unternehmenspositionen gedeutet.

Leitlinien für die Social Media Kommunikation

Viele Unternehmen helfen ihren Mitarbeitern inzwischen daher mit Leitlinien für die Kommunikation in sozialen Netzwerken. Sie stellen sogenannte Social Media Guidelines auf, Regeln für die Kommunikation der Mitarbeiter in Social Media. Deren Ziel ist der Schutz von Unternehmen und Mitarbeitern ebenso wie die Sicherstellung einer erfolgreichen Kommunikation. Große Unternehmen wie etwa Microsoft splitten ihre Social Media Guidelines inzwischen sogar in Abhängigkeit des Kommunikationskanals auf.

Social Media Guidelines legen den Gebrauch sozialer Medien durch die Mitarbeiter genau fest. Sie definieren detailliert, welche Inhalte und welche Kommunikation im Namen des Unternehmens für die Mitarbeiter erlaubt sind.

Sie fragen sich, ob Sie Social Media Guidelines brauchen, wo Sie doch mit Ihrem Unternehmen gar nicht auf Facebook unterwegs sind? Diese Leitlinien gelten auch für die private Nutzung sozialer Medien durch Ihre Mitarbeiter, denn oft werden Personen nicht rein privat, sondern immer auch in ihrer Rolle als Mitarbeiter des Unternehmens wahrgenommen.

Eckpunkte für Social Media Guidelines

Für die Inhalte Ihrer Social Media Guidelines gibt es einige Punkte, die Sie beachten sollten. Grundsätzlich gilt es, Ihre Version an Ihre Unternehmenswerte, Ihre Unternehmenskultur und Ihr Markenbild anzupassen. Im besten Fall haben Sie bereits eine bestehende Social-Media-Strategie, auf der Sie Ihre Social Media Guidelines aufbauen können. Legen Sie auf jeden Fall neben Inhalten und Form der Kommunikation in Ihren Guidelines Verantwortlichkeiten und auch Ansprechpartner fest.

Einige Tipps zu den Inhalten Ihrer Social Media Guidelines

  • Nennen Sie einleitend die Gründe für die Aufstellung der Guidelines und die Ziele, denen sie dienen sollen (vor allem dem Schutz der Mitarbeiter und des Unternehmens).
  • Legen Sie außerdem in Ihren Guidelines fest, ob und in welchem umfang Ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit soziale Netzwerke nutzen dürfen. Die Bandbreite reicht dabei von vollständigem Verbot über eine (z.B. zeitlich) begrenzte Nutzung bis hin zu grundsätzlicher Freigabe.
  • Übertragen Sie Ihren Mitarbeitern Eigenverantwortung. Diese betrifft die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (z.B. Datenschutz) und betrieblicher Vorgaben (z.B. Verschwiegenheitspflicht). Außerdem sollten Ihre Mitarbeiter darauf hingewiesen werden, dass das Internet nichts vergisst und unbedachte Äußerungen auch noch Jahre später auffindbar sind, was ein genaues Abwägen vor Veröffentlichung notwendig macht. Weisen Sie sie auf die allgemein bekannten Regeln der Netikette hin.
  • Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter zu offener und transparenter Kommunikation unter ihrem Klarnamen. Dabei sollten jedoch private Meinungen stets als solche gekennzeichnet werden, um eine Verwechslungsgefahr mit der offiziellen Unternehmensposition auszuschließen.
  • Machen Sie deutlich, was im Falle der Verbreitung unternehmensschädlicher Äußerungen passiert und zeigen Sie auf, wie Mitarbeiter zwischen Unternehmensschädigung und Meinungsfreiheit abwägen können.
  • Sie können Ihre Mitarbeiter zu einem gewissen Monitoring anregen, indem Sie einen Ansprechpartner festlegen, an den vom Mitarbeiter entdeckte positive und auch negative Beiträge über das Unternehmen weitergeleitet werden können.

Beispiele für deutsche Social Media Guidelines

Können Sie sich jetzt noch nicht so recht vorstellen, wie sie nun klingen sollen, diese Social Media Guidelines? Christian Buggisch sammelt auf seinem Blog (frei zugängliche) deutsche Beispiele für Social Media Guidelines. Die Liste namens „Deutsche Social Media Guidelines“ ist inzwischen recht lang und mit Sicherheit ist auch ein Beispiel dabei, das Ihnen besonders zusagt und für Ihr Unternehmen passt…

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Letzte Aktualisierung: 13:02:15 – 2017-03-01

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