Mediakraft Exodus: Auch Daaruum und Space Frogs gehen von Bord

Sind es noch Nachwehen von Unge´s #Freiheit? Oder schafft es Mediakraft nicht mehr die Top YouTuber zu halten? Jedenfalls sind jüngst zwei weitere Zugpferde von Bord gegangen. Auch wenn man versucht mit neuen Formaten, wie Youlympics und einem Management Umbau gegen zu steuern – so richtig Oberwasser bekommt das YouTube Netzwerke noch nicht wieder.

Nilam Farooq tritt ab und macht erstmal Pause

Die junge Beauty Bloggerin hat nicht nur ihren Vertrag mit Mediakraft auslaufen lassen, sie tritt auch als Gründungsmitglied des Berliner Netzwerks 301plusBerlin ab.

Sie konnte zuletzt auf 1,1 Millionen Abonnenten und ca. 4 Millionen Views pro Monat verweisen. Als eine der erfolgreichsten YouTuberinnen in Deutschland, verliert auch Mediakraft erneut deutlich an Reichweite.

In einem, am 01. Juli veröffentlichten, Video geht sie auf jüngst laut gewordene Kritik ein und begründet ihre Entscheidung zunächst für einen Monat zu pausieren. Offenbar gab es immer lauter werdende Beschwerden der Fans, dass ihre Videos mehr Gelaber und weniger Qualität aufweisen, als das früher der Fall war. Im Februar stand sie in der Kritik, weil sie nach SZ-Informationen für eine Produktplatzierung in einem ihrer Videos 12.800 Euro kassiert hatte.

Wie viele Andere auch, beklagt sie aber auch Missstände, die allgemein YouTube betreffen, ohne diese jedoch näher auszuführen.

Stand 06. Juli, 21:30 205.752 Views.

Durchhören kann man aber auch viele Fragen, die das eigene Engagement und die Weiterentwicklung der Plattform angehen. Da geht es um Monetarisierung, den Umgang mit Hatern, uvm. Die junge Frau verfügt neben YouTube auch über Bekanntheit und Einnahmen durch schauspielerische Tätigkeit, u.a. Tatort und Soko Leipzig.

Space Frogs verlassen Mediakraft

Lukas Menzel, vom Blog Broadmark, berichtete letzten Mittwoch als einer der ersten über das Vertragsende des Comedy Duos bei Mediakraft. „Mit ihren drei Kanälen Space Frogs, Space Radio und Space Gaming gehören Rick und Steven zu den erfolgreichsten YouTubern in Deutschland. Insgesamt 1,5 Millionen Abonnenten auf ihren drei Kanälen sowie monatlich fast zehn Millionen Views sprechen für sich und zeigen, dass die Kurzfilme, Comedy-, Koch- und Gamingvideos bei der Community des Duos ankommen.“

Lautstark, nicht ohne eindeutige Seitenhiebe auf ihr bisheriges Netzwerk, haben sie sich auch auf Twitter zu dem Schritt geäußert:

„Wir haben den Vertrag vor einer gefühlten Ewigkeit gekündigt und nun ist er ausgelaufen.“, erklärt Steven Schuto gegenüber Broadmark und ergänzt: “Wir werden jetzt erstmal ohne MCN weiter machen, sind der Idee Netzwerk gegenüber allerdings nicht abgeneigt.” Als Gründe gibt er an, dass sich Mediakraft in eine Richtung entwickelt habe, die mit der Einstellung und den Ansichten des YouTuber-Duos nicht vereinbar sei. An ihrer Arbeit für den Verein 301+ soll sich zunächst nichts ändern.

Das bereits lange bekannte Vertragsende bestätigte Michael Frenzel, Head of Communication bei Mediakraft, gegenüber dem Branchendienst Meedia: „Space Frogs hatten als Mitglieder des Vereins 301+ aber bereits vor einem Jahr öffentlich erklärt, dass sie ohne Netzwerk arbeiten möchten. Der 2013 abgeschlossene Vermarktungsvertrag zwischen Spacefrogs und Mediakraft endete am 30.6.2015, weshalb das keine Überraschung war.“

Natürlich versucht das Unternehmen auch die Auswirkungen herunter zu spielen. Da nur ein Bruchteil der Videos vermarktet wird, soll kaum finanziellen Einbußen auch eine erhebliche Kostenersparnis gegenüber stehen – als würden die Münchner fast noch durch den Schritt profitieren. Mediakraft blicke eher in die Zukunft, das Netzwerk bestehe schließlich aus etwa 2500 Künstlern, betonte Christian Behrens, Leiter des Künstler-Managements bei Mediakraft. Die Space Frogs, Daaruum und Simon Unge seien Youtuber der ersten und zweiten Generation. „Wir beschäftigen uns jetzt mit den Talenten der dritten Generation.“ (via SZ.de)

geistreich78 hat bereits seit dem #Freiheit Shitstorm, ausgelöst durch den Weggang von Simon Unge, regelmäßig über Mediakraft berichtet.

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