Katch – Automatischer Speicher für Periscope und Meerkat

Livestreaming wird wohl das Buzzword des Jahres werden. Nachdem Meerkat einen schnellen Aufstieg und Fall erlebt hat, ist nun Periscope in aller Munde. Oder eher in aller Smartphones. Doch Periscope-Videos sind ein flüchtiger Spaß, können sie doch nur 24 Stunden lang angeschaut werden.
Na klar, man kann sie speichern und dann auf YouTube hochladen. Doch das ist irgendwie recht umständlich. Einen ganz anderen und deutlich schnelleren Weg, die Videos von Periscope und Meerkat auf Dauer zur Verfügung zu stellen, verspricht Katch.

Katch entstand Anfang dieses Jahres als Hack-Projekt, um Meerkat-Videos auf einfache Art speichern zu können. Meerkat boomte und über Katch ließen sich die Videos direkt auf YouTube hochladen. Inzwischen ist auch Periscope voll in den Service integriert.

Screenshot von katch.me - aufgenommen am 27.08.2015. Zum Vergrößern anklicken

Screenshot von katch.me – aufgenommen am 27.08.2015. Zum Vergrößern anklicken

Katch speichert automatisch

Das Speichern der Videos ist dabei denkbar einfach: Man muss nicht mehr tun als im Titel des Videos den Hashtag #katch hinzuzufügen und den Livestream so auf Twitter anzukündigen. That’s it! Keine App, die heruntergeladen werden muss, kein umständliches Einstellen. Video-Upload per Hashtag! Wäre es nicht schön, man könnte noch viel mehr Dinge per Hashtag automatisieren? #glück #zufriedenheit #reichtum 😉
Aber es geht noch einfacher: In den Einstellungen des eigenen Katch-Profils kann man den Autopiloten anschalten. Über die Auswahl „Auto-Katch all my streams“ werden alle Livestreams automatisch gespeichert, auch ohne die Verwendung des Hashtags. Diese Einstellung ist übrigens automatisch voreingestellt, wenn man sich auf Katch anmeldet. Man mus ssie also aktiv abwählen, um nur einzelne Livestreams sozusagen händisch-automatisiert über #katch speichern zu lassen.
Das Video wird inzwischen nicht mehr direkt auf YouTube hochgeladen, sondern auf der Plattform von Katch in ein persönliches Archiv gespeichert. Um darauf zugreifen zu können, meldet man sich einfach bei Katch an – mit den Twitterdaten – und schon sieht man seine „gekatchten“ Livestreams, so wie hier im Katch-Profil von Sascha Pallenberg gut zu sehen:

Screenshot katch.me/sascha_p - aufgenommen am 27.08.2015

Screenshot katch.me/sascha_p – aufgenommen am 27.08.2015. Zum Vergrößern anklicken

Katch – Schnell wie der Wind

Katch ist dabei unglaublich fix. Dauerte es anfangs noch mehrere Minuten, bis das Video im Stream auf Katch zu sehen war, sind es jetzt nur noch Sekunden und die meisten Videos sind tatsächlich schon sichtbar, direkt nachdem der Livestream beendet wurde. Sobald das Video verfügbar ist, bekommt man von @KatchHQ eine Benachrichtigung per Tweet.
Auf Katch kann man in seinem Profil auswählen, ob man seine Videos öffentlich oder privat zeigen möchte. Man kann diese Einstellung jederzeit ändern. Natürlich können auch hochgeladene Videos wieder gelöscht werden. Es gibt einen Player, über den man die Videos auch auf anderen Webseiten einbetten kann und die Videos können auch heruntergeladen werden. Nicht von jedem, nur von dem, der sie hochgeladen hat.
Moment, kann jetzt jeder meinen Livestream auf Katch speichern?

Die Vermutung liegt nahe, dass man nun einfach einen Tweet mit einer Livestream-„Ankündigung“ retweeten kann und so den Stream aufnimmt. Das funktioniert so nicht. Derjenige, der den Livestream aufnimmt, behält die Kontrolle darüber, ob das Video auf Katch gespeichert wird oder nicht. Wenn jemand während des Livestreams einen Kommentar oder Tweet mit #katch sendet, erhält man als Broadcaster eine Nachricht, mit der man gefragt wird, ob man seinen Stream auf Katch abspeichern möchte. Diese Nachricht kann man natürlich einfach ignorieren, dann passiert nichts. Oder man antwortet mit #katch im Kommentar und speichert so den Livestream. Volle Kontrolle!

Letzte Änderung: 08:48:21 – 2017-04-26

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