Gastbeitrag: Internationales Content Marketing

Mit einer Website kann man heute im Prinzip von einem Firmensitz aus auf der ganzen Welt verkaufen. Hat man sich sprach- und kulturspezifische Websites für alle Länder eingerichtet, kann man – wie übrigens auch bereits beim Marketing im eigenen Sprach- und Kulturraum – noch einen Schritt weitergehen: Man wertet seine Präsenz im Netz auf, indem man nicht nur Informationen über die angebotene Produktpalette bietet, sondern wechselnde Inhalte zu Themen, welche potentielle Kunden interessieren. Diese Art, mögliche Käufer auf eine Website zu ziehen, heißt Content Marketing.

Vorteile des Content Marketing

Der grundlegende Gedanke beim Content Marketing besteht darin, Besucher mit interessanten Informationen anzulocken. Das ist aber nicht der einzige Vorteil, denn aktueller Content wirkt sich auch positiv auf die Bewertung einer Website durch Suchmaschinen aus. Im Wesentlichen verbessert aktueller Content den Traffic auf folgende Arten:

  • Ständig neue Inhalte lassen Besucher wiederkehren, auch solche, die noch nicht gekauft haben bzw. im Augenblick keinen Bedarf haben. Gerade bei solchen „inaktiven“ oder „NochNicht“-Kunden ist das wichtig, denn jeder Besuch ist ein positiv besetzter Kontakt mit dem Produkt- bzw. Firmen- oder Markennamen. Interessante statische Inhalte können das nicht so effektiv leisten, nicht einmal, wenn sie Informationen enthalten, die man immer wieder einmal benötigt wie etwa Telefonnummern oder Tabellen zu irgendwelchen technischen Zusammenhängen.
  • Wenn auf einer Website ständig neue Artikel erscheinen, halten Suchmaschinen diese Seiten für aktuell und bewerten sie höher als Netzplätze, die sich nicht verändern.
  • Da alte Artikel ja nicht aus dem Netz genommen werden müssen, wächst der Umfang der Website ständig. Das erhöht bei jedem einzelnen Besucher die Chance, dass etwas für ihn dabei ist.
  • Außerdem stellt jede neue Seite auf der Website ein weitere Landing Page dar, einen Angelhaken also, an dem Suchmaschinen hängen bleiben können.
  • Je mehr und interessante Inhalte auf einer Website zu finden sind, umso mehr Leute werden darauf verlinken. Und Links bringen nicht nur direkt Traffic, sondern können auch das Ranking bei Suchmaschinen verbessern.

Übrigens brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, dass Suchmaschinen Texte, die in mehreren Sprachen im Netz stehen, von Suchmaschinen als mehrfacher Content angesehen werden. Das wäre nicht nur unsinnig, sondern ist auch technisch nicht möglich, da Suchmaschinen ja den Sinn eines Textes nicht erkennen können.

Internationale Inhalte

Für eine gute Content Marketing Strategie sollten Sie die Inhalte so wählen, dass sie möglichst für (potentielle) Kunden in allen von Ihnen beworbenen Ländern interessant sind. Das ist vor allem bei Produkten relativ einfach, die man für Hobby, Sport und Beruf benötigt. Leute mit dem gleichen Hobby, dem gleichen Sport oder dem gleichen Beruf sind über Ländergrenzen hinweg als Gruppe zu sehen, die sich für bestimmt Dinge interessieren. Am meisten gilt das wohl für Computeranwender: Ein Trick, um eine Macke in Windows zu entschärfen wird einen Australier genauso interessieren wie einen Brasilianer oder einen Norweger. Aber auch bei anderen Dingen ist das der Fall: Ein Bericht über das Angeln in Kanada wird Sportfischer weltweit ansprechen, genauso wie das neuste Superbike für Motorradfahrer in aller Herren Länder ein Thema ist.

Mit etwas Fingerspitzengefühl lassen sich auch Ihre Claims und Slogans in alle möglichen Sprachen ersetzen. Lassen Sie das von guten Übersetzern tun, am besten von Muttersprachlern. Solche Kenner von Kultur und Sprache sind auch dann hilfreich wenn etwas sich nicht sinnvoll übersetzen lässt und entsprechend modifiziert werden muss.

Technisch-organisatorische Aspekte

Eine große Anzahl von Texten ist an sich schon nicht leicht zu verwalten. Wenn sich ihre Zahl dann auch noch mit der Anzahl der Sprachen multipliziert, in denen Sie werben, sollten Sie ein gutes Content Management System wie Joomla oder WordPress installieren. Wenn Sie dieses einmal eingerichtet und konfiguriert haben, können Ihre Autoren und Übersetzer Inhalte einstellen, ohne besonders viel technisches Wissen besitzen zu müssen.

Auch wenn Ihre sämtlichen länderspezifischen Seiten so auf einem Server gehostet werden, sollten Sie jedoch immer über Domains mit der TLD des jeweiligen Ziellandes zugänglich sein. Das verbessert nämlich die Chance von den lokalen Ablegern der Suchmaschinen gefunden zu werden.

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