Blog (Aus-) Verkauf: Basic Thinking wird versteigert

Am Wochenende machte eine Meldung von Basic Thinking in meiner Timeline die Runde: Das Basic Thinking wird erneut versteigert.

Hier der Tweet von Tobias Gillen, aktueller Chefredakteur von Basic Thinking dazu.

In dem Blogpost der BT Redaktion wird als Grund angegeben:

Grund für den Verkauf sind Umstrukturierungen in unserer Muttergesellschaft, die sich zukünftig wieder stärker auf ihr Kerngeschäft fokussieren wird.

Eigentümer von Basic Thinking ist derzeit onlinekosten.de, mit Sitz in Köln, unter der Geschäftsführung von Christoph Berger. Zu deren Geschäftszahlen gibt es nur ältere Angaben aus den Jahren 2011 und 2012:

So wurde 2011 ein Gewinn von 78.000 Euro erzielt, 2012 gab es aber einen Fehlbetrag von ca. 41.000 Euro (Quelle: Bundesanzeiger).

Basic Thinking: Die nackten Zahlen

Aus dem Blogpost und den Angaben bei Hood.de, wo das Blog versteigert wird, ergeben sich folgende nackte Zahlen:

  • 35.300 Twitter Follower
  • 5423 Facebook Fans
  • 11 Jahre Blog Geschichte – ursprünglich gegründet von Robert Basic.
  • über 18.600 Artikel veröffentlicht
  • weit über eine Million Kommentare
  • Im Januar 2015 konnten 181.000 Seitenaufrufe bei 127.000 einzelnen Nutzern in 147.000 Sitzungen generiert werden.
  • Traffic mit Halbjahresplus von durchschnittlichen 22 Prozent

Die Auktion startet bei Hood mit einem Startpreis von 10.000.- €. Als Robert Basic das Weblog das erste Mal verkaufte, setzte er übrigens einen Startpreis von 30.000 Euro und erzielt dann einen Verkaufswert von 46.902. Als der Blogbegründer hat er sich übrigens bis dato noch nicht zum neuerlichen Verkauf geäußert.

Die Versteigerung läuft noch bis 30. April. Geschäftszahlen wurden nicht veröffentlicht und sind nur auf Anfrage erhältlich.

Wieder einmal geht es um die ständig latente Diskussion wie man mit einem großen Blog, mit Redaktionsteam, ein tragfähiges Finanzierungsmodell finden kann, um langfristig überleben zu können. Auch wenn ich der Redaktion alles Gute wünsche, wage ich dies für die Zukunft von Basic Thinking zu bezweifeln.

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