Zu besseren Internettexten mit dem Wortliga Textanalyse-Tool

Wir alle kennen das. Wir schreiben einen Text, frei aus dem Bauch heraus, denn so machen wir Blogger das. Wir halten uns nicht an journalistische Regeln. Wir lesen nicht vorher nach, was wir wie ausdrücken, um möglichst fehlerfrei verstanden zu werden. Jetzt gibt es mit dem kostenlosen Textanalyse-Tool der Wortliga GmbH in München einen Helfer, Texte zu verbessern.

Was ist die Wortliga?

Die Wortliga ist eine Text- und Webseiten-Agentur. Laut eigener Aussage bezeichnen Sie sich als „Anbieter redaktioneller Inhalte und Konzepte für Webseiten“. Neben einem Blog und dem Angebot bezahlter Dienstleistungen findet man auf der Homepage auch ein wenig versteckt den Link zur Textanalyse.

Texte bewertet das Tool auf der Grundlage des sog. Hamburger Verständlichkeitsmodells. Dieses ist gängige Praxis, auch in der journalistischen Ausbildung und Praxis.

Screenshot Wortliga Textanalyse Tool

Screenshot Wortliga Textanalyse Tool

Das Textanalyse-Tool in Aktion

Screenshot Wortliga Textanalyse Tool Ergebnisse

Screenshot Wortliga Textanalyse Tool Ergebnisse

Schauen wir doch mal, was das Tool zu einem meiner Texte sagt. Ich habe mir spontan meinen Blogbeitrag „Buch-Tipp „LinkedIN für Dummies“ geschnappt und in das Tool eingefügt. Ein Klick auf „Text analysieren“ und dann hat man quasi auch schon die Auswertung.

Das Gute ist, mein Text scheint allgemein gut lesbar zu sein, wie mir das oberste Kästchen rechts mitteilt. Auch, dass ich auf Abkürzungen verzichtet habe, findet das Tool gut. Aber es gibt auch viel zu bemängeln, wie die vielen gelben und roten Kästen zeigen. Dabei gilt: Gelb weist auf eine Warnung hin, die nicht zwingend geändert werden muss. Rot jedoch weist auf gravierende Fehler hin und diese Textteile sollten zur besseren Verständlichkeit des Textes auf jeden Fall überarbeitet werden.

Vier einfache Tipps für bessere Texte

Texten ist mit ein wenig Übung und den richtigen Hilfsmitteln und Tipps kein Hexenwerk. Eine wichtige Grundlage ist das bereits erwähnte Hamburger Verständlichkeitsmodell. Dieses lässt sich in vier einfache Stichworte zusammenfassen, bei deren Beachtung auch Ihre Texte an Verständlichkeit gewinnen:

  • Einfachheit
    kurze Sätze (9 bis 13 Wörter), kurze Wörter (dreisilbig), vertraute Wörter (keine Fremdwörter oder Fachbegriffe)
  • Gliederung
    nur ein Gedanke pro Satz, das Wesentliche zu Beginn des Textes und zu Beginn eines Satzes, Sinnzusammenhänge durch Absätze anzeigen
  • Prägnanz
    Verben (statt Substantivierungen), eine bildhafte Sprache
  • Anregung
    erklärende Bilder und Grafiken.

Mein Fazit zum Textanalyse-Tool der Wortliga

Ich kannte das Hamburger Verständlichkeitsmodell, auf dem das Tool basiert, schon zuvor. Meine Blogtexte schreibe ich dennoch aus dem Bauch heraus. Die Analyse zeigte mir aber doch noch einige Möglichkeiten zur Verbesserung meiner Texte auf, was deren Verständlichkeit betrifft. Grundsätzlich würde ich nun nicht jeden Text durch das Analyse-Tool jagen, aber gerade bei Texten für Whitepaper, E-Books und ähnliches macht es Sinn, den Text vor der Veröffentlichung nicht nur auf Rechtschreibung und Grammatik, sondern natürlich auch auf Verständlichkeit hin untersuchen zu lassen. Dabei ist das Tool ein schneller Helfer.

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