YouTube führt europäischen Download-Datentraffic an

Diese Grafik zeigt den Anteil verschiedener Anwendungen am europäischen Download-Datentraffic.

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Videoportale sind im Web die größten Traffic-Fresser – auch in Europa. Das ist das Ergebnis des aktuellen „Global Internet Phenomena Report“ von Sandvine. Demnach fallen fast 29 Prozent des europäischen Festnetz-Download-Datenverkehrs auf YouTube. Das Videoportal von Google ist damit in dieser Kategorie absoluter Spitzenreiter. Facebook ist trotz seiner hohen Verbreitung mit einem Anteil von knapp unter fünf Prozent deutlich weniger datenintensiv.

Interessant: Auch in Europa zeichnet sich ein Erfolg von Netflix ab. Das US-Video-on-Demand-Angebot, dessen hochgelobte Eigenproduktion „House of Cards“ gerade im deutschen Free-TV anlief, ist bereits für 3,45 Prozent des europäischen Download-Traffics verantwortlich, obwohl Netflix derzeit nur in den Niederlanden, Skandinavien und auf den britischen Inseln verfügbar ist – und das auch erst seit kurzer Zeit.

„For the first time ever, peer-to-peer filesharing has fallen below 10% of total traffic in North America, which is a stark difference from the 60% share it consumed 11 years ago,” said Dave Caputo, CEO, Sandvine. “Since 2009 on-demand entertainment has consumed more bandwidth than “experience later” applications like peer-to-peer filesharing and we had projected it would inevitably dip below 10% of total traffic by 2015. It’s happened much faster.“ [sandvine]

Die Urheber des Reports gehen sogar noch einen Schritt weiter und stellen fest: In Ländern, in denen mehr on-Demand Entertainment-Dienste, wie etwa Netflix, genutzt werden, ist der Anteil des Filesharings am Traffic geringer. Die Autoren vermuten, dass dies daran liegt, dass sich Nutzer über Dienste wie BitTorrent mit Video- und Audio-Material eindecken, das auf anderen Wegen in ihrem Land nicht verfügbar ist. Speziell zu Netflix gibt Sandvine an:

In Europe, Netflix, less than two years since launch, now accounts for over 20% of downstream traffic on certain fixed networks in the British Isles. It took almost four years for Netflix to achieve 20% of data traffic in the United States. [sandvine]

gänzlich anderes Bild in den USA

Hier sehen Sie zum Vergleich die Infografik für die USA:

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Dazu schreibt Felix Richter:

The hours and hours we spend watching our favorite TV shows on Netflix or the cutest cat videos on YouTube have changed the composition of internet traffic significantly. The rise of video streaming services has led to exponential growth of data traffic in the past few years. Netflix, YouTube, iTunes, Amazon and Hulu are all among the biggest traffic hogs in North America, accounting for almost 60 percent of total traffic during peak periods.

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