WordPress SEO: Suchmaschinenoptimierung Grundlagen

Aufgrund seiner leichten Handhabung und einfachen Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung entscheiden sich viele Blogger und Webseiten Betreiber für das Contentmanagement System WordPress. Lesen Sie hier SEO Grundlagen bei der Installation und späteren Optimierung.

Dieses Tutorial richtet sich an alle angehenden WordPress Blogger, die von Grund auf für eine hohe Sichtbarkeit bei Google und Co. sorgen wollen.

Die Wahl des richtigen Hosters

Um wirklich ganz von Beginn der Entscheidungsschritte anzufangen sei erwähnt, dass für die Suchmaschinenoptimierung natürlich auch die Servergeschwindigkeit und die damit verbundene Ladezeit der Webseite eine Rolle spielt. Einige Überlegungen zur Wahl des eigenen Hostings habe ich bereits in der Vergangenheit geschrieben.

Da wir im Lauf des Jahres weiter an der Speed-Optimierung unserer Seite arbeiten wollen, wird es hierzu später noch einen ausführlichen Artikel geben. Nur so viel sei angemerkt: Wer seinen Blog kontinuierlich ausbaut und eine steigende Leserschaft gewinnt, wird recht schnell mit einem kleinen Einsteigerpaket beim Hosting an seine Grenzen kommen. Zur Geschwindigkeit gehören aber auch die Aspekte schlankes Theme, möglichst wenige Plugins und mobil optimierte Webseite.

Auswahl eines SEO optimierten WordPress Themes

Das Angebot der WordPress Themes ist mittlerweile nahezu unüberschaubar. Jedoch haben nicht alle Theme Entwickler dem Thema Suchmaschinenoptimierung ihr Augenmerk gewidmet. Insbesondere bei den kostenlosen Themes ist hier oft Vorsicht geboten. Wir raten zu einem ausführlichen Vergleich, bzw. der Auswahl bekannter und vertrauenswürdiger Quellen. Nicht ohne Grund haben wir uns für geistreich78 für ein Theme von Michael Öser, früher Der Prinz – jetzt Theme Shift, entschieden. Hier einige Kriterien, die Sie bei der Auswahl beachten sollten:

  • Ist der Quellcode nach gängigen Webstandards aufgebaut?
  • Wird das Theme regelmäßig aktualisiert, bzw. geupdatet?
  • Stellen die Entwickler einen Support oder ein Tutorial bereit?
  • Prüfen Sie die semantische Richtigkeit mit dem W3C Validator.
  • Ist das Theme mobil optimiert? Z.B. im Responsive Design – wegen dem enormen Boom der mobilen Revolution und immer höheren mobilen Seitenzugriffen ist dies nicht nur für die Benutzerfreundlichkeit mobiler Besucher, sondern mittlerweile auch für Google ein entscheidendes Kriterium.

Einige WordPress Themes stellen bereits integrierte SEO-Optionen zur Verfügung. Dies erachte ich allerdings für wenig sinnvoll. Über die Jahre kommt es immer wieder vor, dass man sein Theme wechselt, weil man gerne ein neues Design nutzen möchte oder sich schlichtweg die Bedürfnisse für den Blog verändert haben. Die Migration, bzw. der Import / Export von SEO Einstellungen ist jedoch ein recht schwieriges Unterfangen, man möchte nur ungern riskieren im Google Ranking nach hinten durchgereicht zu werden.

Suchmaschinen Sichtbarkeit

Erlauben Sie Suchmaschinen die Indexierung der Webseite. Solange Sie an Ihrem WordPress arbeiten und die Installation ausführen können Sie hier einen Haken setzen, damit nicht schon Inhalte einer unfertigen Seite im Netz gefunden werden.

Sichtbarkeit Suchmaschinen

Diesen Punkt finden Sie im Dashboard unter „Einstellungen – Lesen“.

Die richtigen Permalinks

Zu finden im Dashboard unter „Einstellungen – Permalinks“.

Die Standardeinstellung von WordPress für die Permalinks lautet: „IhreDomain.TLD/?p=123“. Dies wird auch als Messy-URL bezeichnet. Eine solche Permalink Struktur ist weder benutzerfreundlich, noch liefert sie einer Suchmaschine weitere Informationen über den Inhalt der dahinterliegenden Seite. Es sollten aber bereits in der URL nicht nur die Keywords, sondern auch ein aussagekräftiger Titel zum Artikel enthalten sein.

WordPress Permalink Einstellungen

Wir haben uns für die Struktur „Domain/Kategorie/Artikelname“ entschieden. Wenn Sie nur eine Handvoll Kategorien haben, können Sie auch nur den Artikelnamen nutzen. Die Anzeige des Datums in der URL halte ich aus mehreren Gründen für wenig sinnvoll:

  • Es gilt: Je kürzer die URL desto besser.
  • Das Datum ist für den Leser im Blogartikel in der Regel ersichtlich.
  • Sie erzeugen eine Menge Archivordner, da ja zumeist am Tag nur ein Artikel veröffentlicht wird. Google müsste dann im Verlauf der Blog-Existenz immer mehr Unterordner durchforsten, die zudem nur mit dem Datum keine inhaltlichen Informationen liefern.

Julian Dziki schreibt dazu auf SEOkratie:

Diese Einstellung ist SEO-technisch quatsch, denn der Ordner /2012/09/10/ hat meistens nur einen Beitrag, weil es an diesem Tag nur einen gab. Selbst bei mehreren Beiträgen wäre die Ordnerstruktur nicht optimal. Google will nämlich thematische Ordner haben, keine datumsbasierten. Mit dieser URL Struktur generiert man viel zu viele Ordner, die auch keinen großen Sinn machen.

Und jetzt kommt es: Auch wenn Ihr eine andere URL Struktur ausgewählt habt, existiert das datumsbasierte Archiv “still und heimlich” weiter. Das gleiche Problem gibt es übrigens für das sogenannte “Autorenarchiv”, das alle Beiträge eines Autors zeigt. Wer allerdings alleine den Blog betreibt, der findet dann dort nur eine Kopie seiner Startseite.

YOAST abschalten-datumsbasiertes-archiv

Das datumsbasierte Archiv findet man im YOAST SEO Plugin unter: „SEO – Titel & Metas – Anderes – Datums-Archiv“.

Wichtig: Falls Sie bereits eine bestehende Permalink Struktur verändern wollen, dann gilt dies natürlich auch für bestehende Artikel. Folglich sollten Sie diese auf die neuen URL weiterleiten. Yoast stellt hier einen .htaccess Generator bereit.

WordPress SEO Plugins

Der Funktionsumfang von WordPress kann durch die zusätzliche Nutzung sogenannter Plugins erheblich ausgeweitet werden. Insbesondere für die Suchmaschinenoptimierung ist dies empfehlenswert. Im deutschsprachigen Markt haben sich drei SEO Plugins durchgesetzt, die man praktisch in jedem Tutorial finden kann.

  • wpSEO von Sergej Müller
  • All in One SEO Pack – darüber habe ich vor längerem einen ausführlichen Grundlagenartikel geschrieben
  • WordPress SEO von Yoast – das wir aktuell nutzen. Im AKM3 Blog findet sich aus dem letzten Jahr ein ausführlicher Guide dazu.

An dieser Stelle kann ich gleich anmerken, dass wir in den nächsten Monaten das neue DELUCKS SEO Plugin für auf WordPress basierte Websites testen werden und dann natürlich einen ausführlichen Bericht dazu veröffentlichen.

Interne Verlinkung

Dem umfangreichen Thema OnPage Optimierung müsste man eigentlich in einem eigenen Thema Rechnung tragen, weil es hier eine Vielzahl an Punkten zu beachten gibt. Deshalb an dieser Stelle nur einige Stichpunkte.

Wie bei einem Blogsystem üblich rutschen ältere Beiträge immer weiter nach hinten durch – was darin mündet, dass man diese entsprechend schwieriger finden kann. Dies erschwert nicht nur den menschlichen Besuchern, sondern auch Google die Arbeit. Darum:

Verwenden Sie Kategorien

Die Kategorien sollten die Hauptthemen im Blog wiederspiegeln. Dementsprechend sollte man sich hier auf eine Handvoll beschränken. In unserem Fall sind dies eCommerce, Social Media, Medien, Domain Business. Schreiben Sie zu jeder Kategorie einen kurzen, einzigartigen Einleitungstext, der über den Inhalt der Artikel informiert.

Verwenden Sie Tags – Schlagworte

Auch Tags, also Schlagwörter, können helfen die Navigation für den Nutzer zu erleichtern und ein internes Linknetzwerk für Google aufzubauen. Genau wie bei den Kategorien kann man kurzen Unique Content, als Beschreibung, anzeigen lassen. Da ansonsten auch bei den Tags die Artikel permanent nach hinten verschoben werden, hat man so festen Beschreibungstext.

Tags sollten maßvoll verwendet werden. Ähnlich wie bei dem obigen Hinweis auf die Datumsverwendung erzeugt man immer mehr Unterordner. Ich habe mir etwa angewöhnt nur dann ein neues Tag zu verwenden, wenn absehbar ist, dass sich laufend weitere Artikel zu einem klar abgegrenzten Thema ergeben, das bisher noch nicht unter ein bestehendes Schlagwort fällt. So haben wir im letzten Herbst „Streaming“ und „StartUp“ neu eingeführt. Eine absolute Zahl als Maximum ist, aufgrund der Vielfalz an Blogs und Themen schwierig, mit einer Begrenzung auf 30-40 Tags liegt man aber ganz richtig.

Verwandte Artikel

Am Ende jeden Artikels sollten Sie verwandte / ähnliche Artikel anzeigen. Dies führt nicht nur den Leser zu weiteren interessanten Artikeln rund um das angesprochene Thema, sondern hilft auch Google bei der Indexierung. Erleichtert wird das Ganze durch ein Plugin wie „YARPP“ (yet another related Posts Plugin) von Yoast. Zum Stand dieses Artikels wurde das Plugin 3,2 Millionen Mal herunter geladen.

Wir lassen aktuell 4 weitere Posts anzeigen, man sollte es nicht damit übertreiben, weil sich kein Nutzer durch eine endlose Linkliste scrollen möchte.

Verlinkung im Content

Natürlich kann und soll man auch im Artikel auf eigene Inhalte verweisen. Dies müssen nicht nur Einzelartikel sein, sondern können auch Links zu Kategorien und Schlagwörtern sein, soweit sinnvoll.

Themen: , ,

3 Kommentare