Wissenschaftler entwickeln flexiblen Roboter Rohstoff zur Gestaltwandlung

Forscher an verschiedenen US Instituten haben ein Material zur Roboterproduktion entwickelt, das Gestaltwandlung ermöglichen könnte.

Kombination aus Schaum und Wachs im 3 Druck erzeugt

Das mit einem 3D Drucker erzeugte Material besteht aus einer Kombination von Polyurethan Schaum und Wachs. Die Forscher haben herausgefunden, wie man den Schaum in Wachs sättigen und dann bestimmte Teile davon erhitzen und wieder abkühlen kann. Dies ermöglicht diesen Bereich formbar und danach wieder stabil zu machen.

Das nachfolgende Video vom MIT wurde bereits 200.000 mal auf YouTube aufgerufen.

Verantwortlich für die Entwicklung sind Anette Hosoi, Professorin für Maschinenbau und angewandte Mathematik am MIT, sowie ihre frühere Absolventin Nadia Cheng, begleitet vom Max Planck Institut für Dynamik und Selbst-Organisation und der Stony Brook Universität.

Es gibt bereits eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten für derartige Gestaltwandlung:

  • In der minimal-invasiven Medizin: Mini-Roboter könnten sich zu einem bestimmten Organ durch die Adern bewegen, ohne diese zu beschädigen.
  • Im Katastrophenfall: Roboter könnten sich durch Schutt- und Trümmerbewegen bewegen und nach Verletzten und Überlebenden suchen.
  • Militärischer Einsatz: Wir haben bereits im Januar darüber berichtet, dass israelische Forscher transformierbare Roboter im Kriegseinsatz bis 2035 für möglich halten.

Nadia Cheng sagte gegenüber Mashable, dass Harvard’s Whitesides Research Group an eingegossenem Wachs-Gewebe arbeitet, das die Selbst-Reparatur von Robotern ermöglichen könnte.

Two 3D-printed soft, flexible scaffolds: The one on the left is maintained in a rigid, bent position via a cooled, rigid wax coating, while the one on the right is uncoated and remains compliant (here, it collapses under a wrench).  Bildquelle: http://newsoffice.mit.edu/2014/squishy-robots-0714. MIT.

Two 3D-printed soft, flexible scaffolds: The one on the left is maintained in a rigid, bent position via a cooled, rigid wax coating, while the one on the right is uncoated and remains compliant (here, it collapses under a wrench).
Bildquelle: http://newsoffice.mit.edu/2014/squishy-robots-0714. MIT.

Zusammenarbeit mit Googles´Boston Dynamics

Die Forscher arbeiten mit der Roboterfirma Boston Dynamics zusammen, die von Google aufgekauft wurde. Im Rahmen des Chemical Robots program, der DARPA (Behörde des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten, die Forschungs-Projekte für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten durchführt), sollen „schwammige“ Roboter entwickelt werden, die sich durch enge Räumen „quetschen“ und danach wieder ihre volle Größe annehmen können.

Quellen:

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