Wirklich sinnvolles Wearable: Finger-Lesegerät für Blinde

Auch wenn sich die tatsächlichen Verkaufszahlen der Wearables noch auf einem niedrigen Niveau bewegen ist der Hype um sie voll entflammt. Besonders bei den Smartwatches wird der Kosten-Nutzen Faktor heiß diskutiert. Ich möchte ein wirklich sinnvolles Wearable vorstellen, dessen Mehrwert sofort erkennbar ist: Ein Finger-Lesegerät für Blinde.

Samsung ist Nummer 1 im Smartwatch-Markt

Tim Cook hat am Montag die langerwartete Apple Watch vorgestellt. Anders als bei iPhone und iPad hat Apple diesmal nicht eine neue Geräte-Kategorie erfunden, sondern versucht in einen schon bestehenden Markt einzusteigen. Und der wird aktuell vom großen Konkurrenten Samsung dominiert. Die Südkoreaner konnten laut Daten der Smartwatch Group im vergangenen Jahr 1,2 Millionen Geräte der Gear Produktlinie verkaufen. Auf Platz zwei liegt Pebble mit 700.000 verkauften Geräten (Pebble Watch, Pebble Steel) vor Fitbit mit 600.000 Geräten (Force, Charge). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6,8 Millionen Smartwatches und Fitness-Armbänder abgesetzt.

Infografik: Samsung ist Nummer 1 im Smartwatch-Markt | Statista

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FingerReader – Wearable Text Lesegerät

Ein Forscherteam des Massachusetts Institute of Technology (kurz: MIT) hat nun ein Wearable entwickelt, dessen Mehrwert sich sofort erschließt. Sehen Sie hierzu einen kleinen Film:

FingerReader – Wearable Text-Reading Device from Fluid Interfaces on Vimeo.

Der FingerReader ist ein Wearable der beim Lesen von allen Arten gedruckten Textes hilft. Es ist gleichermaßen ein Hilfsmittel für Blinde, die Unterstützung bei Texten, die nicht in Blindenschrift verfasst sind, brauchen oder aber handelsübliche E-Book Reader nutzen wollen. Der FingerReader ist aber auch eine Übersetzungshilfe. Träger des kleinen Devices scannen während dem Lesen den Text mit ihrem Finger und erhalten ein Audio Feedback, sowie ein haptisches Feedback: Beginn und Ende einer Zeile, neue Zeile und weitere Hinweise. Der FingerReader Algorithmus erkennt und gibt Rückmeldung wenn der Nutzer die Lesezeile verlässt und hilft dabei eine gerade Linie des Textes beizubehalten.

Quelle: MIT News

Quelle: MIT News

Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des MIT: http://fluid.media.mit.edu/projects/fingerreader

An dem Projekt sind folgende Wissenschaftler und Forscher beteiligt:

  • Roy Shilkrot,
  • Jochen Huber, war Leiter der Tangible Interaction Group am Telecooperation Lab der Universität Darmstadt. Seit 2009 hielt er regelmäßige Lesungen in Interaction Design am Institut für Medien Design an der Universtität für angewandte Wissenschaften Mainz. Persönliche Homepage.
  • Meng Ee Wong,
  • Pattie Maes, and
  • Suranga Chandima Nanayakkara
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