Wie ich die richtigen Entscheidungen treffe #entscheidungtreffen

Zum Jahresende, bzw. Beginn des neuen Jahres nimmt man sich vielfach nicht nur im Privaten, sondern auch in Unternehmen und im Geschäftsleben Zeit das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und die nächsten 12 Monate zu planen. Dabei stehen vielfach die gefallenen Entscheidungen und die zukünftigen Schritte im Mittelpunkt. Hat man die richtige Richtung eingeschlagen? Wie soll es weiter gehen? Welche Meilensteine stehen an? In diesem Beitrag möchte ich mich dem Thema Entscheidungen widmen und an einigen Punkten aufzeigen, wie ich sie treffe. Enden werde ich mit einer der wichtigsten, die ich im letzten Jahr getroffen habe – meinem Jobwechsel.

Mit dem nachfolgenden Artikel nehme ich an der Zielbar Blogparade #entscheidungtreffen teil, die Christian Müller gestartet hat.

Die nachfolgenden Punkte zeigen meinen Entscheidungsprozess und ein paar Tipps, die ich für wichtig erachte.

Informationssammlung

Um Entscheidungen zu treffen bedarf es Informationen. Ich will immer erst möglichst alle Aspekte wissen und verstehen und verschiedene Blickwinkel in Betracht ziehen, bevor ich mich festlege. In meinem privaten Blog habe ich über die ausführliche Suche nach dem richtigen Bauanbieter (hier und hier) geschrieben. Da wurden unzählige Musterhäuser besichtigt, Kataloge gewälzt und im nächsten Schritt diverse Angebote eingeholt. Nach einem langen Auswahlprozess stand schließlich ein Favorit fest, der sich im Nachhinein auch als die beste Wahl erwies.

Bedenken sollte man natürlich: Art und Umfang sollten der Größe des Projektes angemessen sein. Für einen neuen Drucker sollte man sicherlich weniger Zeit investieren, als für die Wahl des neuen Geschäftsgebäudes oder Büros. Und nein, du wirst nie den Punkt erreichen, zu 100 % alle Informationen vorliegen zu haben. Also setze dir auch ein zeitliches Ziel, bzw. triff zu einem bestimmten Punkt die Entscheidung.

Keine Entscheidung unter Zeitdruck

Gerade habe ich schon den zeitlichen Aspekt angesprochen: Sicher gibt es Blitzentscheidungen. Manchmal lassen sich Dinge nicht aufschieben. Aber eigentlich kann man gerade die großen und wichtigen Dinge ohne Zeitdruck überlegen und entscheiden. Sätze, wie „bis morgen muss ich das wissen“, „wenn du dich nicht bis, dann…“ mag ich nicht. Unter Druck, im Gefühl nur wenig Zeit zu haben, ist man in der großen Gefahr falsch zu entscheiden.

Zudem gilt es oft Kollegen und Mitarbeiter, ein ganzes Unternehmen mit auf einen Entscheidungsweg zu nehmen. Manche Dinge hängen nicht an dir alleine, sondern andere sitzen mit im Boot. Hier gilt es Rücksicht zu nehmen und nicht vorschnell zu sein.

Weiter unten gehe ich noch darauf ein, dass es gilt den inneren Frieden zu finden. Das braucht Zeit. Das braucht zur Ruhe zu kommen. Nicht getrieben zu sein…

Rat holen

Egal wieviel Wissen, Erfahrung und Expertise du hast. Egal wieviele Informationen dir vorliegen. Dein Kenntnisstand ist immer begrenzt und es gibt immer Menschen, die mehr zu einem Thema wissen und dir mit Rat und Tat und ihrem Know How zur Seite stehen können.

Selbst als Side- / Solopreneur und Freiberufler sollte man sich ein Netzwerk aufbauen, wo man Hilfe suchen und Themen besprechen kann. Spiel also nicht den einsamen Wolf, sondern frage Personen, denen du vertraust, die es gut mit dir meinen und (ganz wichtig) die dir auch von Dingen abraten würden um ihre Meinung.

Letztlich triffst natürlich du selbst die Entscheidung und diese müssen nicht unbedingt dem entsprechen, was dir geraten wurde.

Wofür das Herz schlägt

Die meisten Entscheidungen im beruflichen Alltag können wir leicht auf Basis von Wissen und Informationen treffen. Doch bei größeren spielen oft auch Gefühle und Emotionen mit. Und das ist gut so. Du solltest dem nachgehen, wofür dein Herz schlägt. Dies führt dich in die Bereiche von Leidenschaft, von Begeisterung, von Sehnsucht und Verlangen. Die besten (Geschäfts-) Ideen entstammen einem Brennen im Herzen von Menschen. Das treibt sie an nächtelang in der Garage zu schrauben oder sich ins dunkle Kämmerlein zurückzuziehen und an ihren Ideen zu basteln.

Ja, man muss auch mal (scheinbar) unvernünftige Entscheidungen treffen, wenn man spürt, dass man damit mehr seinem Herzen folgt, als wenn man dies nicht tun würde.

Also frage dich immer wieder: Wofür brenne ich? Was ist meine Leidenschaft? Wann fühle ich mich sauwohl und mein Herz jubelt? Was kann ich tun, um diese Situationen noch öfter zu erleben?

Dies lässt sich auch auf Unternehmen übertragen: Was ist der Kern, das zentrale Element unseres Unternehmens? Was ist unser Mission Statement? Wofür stehen wir und was macht uns unverwechselbar?

Auf den inneren Frieden hören

Nach dem Sturm der Entscheidungsfindung, Brainstorming Sessions, vollgeschriebenen Whiteboards, zerknüllten Zetteln, verworfenen Ideen… Ist es an der Zeit Ruhe einkehren zu lassen.

In der Regel versuche ich zwei, drei Tage oder ein Wochenende verstreichen zu lassen. Wenn ich dann tief in mir, in meinem Herzen, immer noch davon überzeugt bin, dass der gewählte Schritt die richtige Entscheidung darstellt – dann gehe ich diesen Weg.

Bleibe auch in Krisen nicht stehen, sondern triff Entscheidungen

Manchmal bricht der Tsunami des Lebens über dich herein. Erdbeben erschüttern alle Facetten deines Seins. Der wichtigste Kunde bricht dem Unternehmen weg, der Umsatz bricht ein. Man ist gelähmt und weiß nicht weiter.

Dann ist es wichtig, nicht in Passivität zu verfallen, sondern weiter Entscheidungen zu treffen. Bleib nicht stehen, sondern zwinge dich weiter zu gehen.

Gerade in dieser Phase darf man keine Angst davor haben Fehler zu machen. Ja, sicher wirst du welche machen. Aber es ist wichtiger nicht stehen zu bleiben, sondern jetzt erst recht Gestalter dieser Situation, deines Lebens zu sein.

Meine letzte große Entscheidung: Jobwechsel

Letzten Winter habe ich die Entscheidung getroffen, meinen Job zu wechseln. Ich war über 3 Jahre für einen Business Domain Provider im Vertrieb und Business Development tätig. Nach einiger Suche hatte ich am Ende drei Möglichkeiten, zwischen denen ich mich entscheiden konnte – zugegeben eine glückliche Situation.

Ohne zu sehr auf die Details einzugehen gab es die Wahl zwischen einer Stelle im digitalen und kommunikativen Bereich, einer im Gesundheitswesen (wo ja meine Wurzeln liegen) und einer im christlichen Mediensektor.

Entschieden habe ich mich für die letztere und arbeite seit April bei Hour of Power, in Augsburg. Dort betreue ich unter anderem die Social Media Kanäle und Websites. War zuletzt aber auch für das Event Management zuständig – meine heimliche große Leidenschaft. Ich liebe es leere Event Locations zu sehen, die sich mit Menschen füllen, die dann nach einem schönen und inspirierenden Abend voller Freude und gestärkt nach Hause gehen. Wir strahlen einen TV Gottesdienst aus, der aktuell bei Tele 5 und Bibel.TV zu sehen ist. Hauptgründe dafür sind, weil mein Herz dafür schlägt, dass meine Arbeit positiven Einfluss, Ermutigung und Auferbauung im Leben von Menschen bewirkt. Ich durch den Wechsel von München nach Augsburg aber auch wesentlich mehr Zeit für meine Familie (wir haben eine kleine 1 jährige Tochter) haben kann. Bis jetzt sich dieser Schritt als absolut wichtig heraus gestellt.

Ich bin gespannt auf Kommentare zu meinem Beitrag und weitere Blogposts zu der Blogparade von Zielbar.

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