Spiegel Umsatz 2012 leidet unter Print Krise

Am 28. November veröffentlichte der Spiegel-Verlag seine Geschäftszahlen für 2012.

Spiegel GruppeDer Spiegel Umsatz bleibe mit 307 Millionen Euro um knapp sechs Prozent hinter dem Vorjahr zurück, sagte „Spiegel“-Geschäftsführer Ove Saffe am Mittwoch dem Medien-Fachdienst „Horizont“. Rund zwei Drittel des Umsatzes entfallen laut „Horizont“ auf den „Spiegel“ (gedrucktes Heft und kostenpflichtige Digitalausgabe), der Rest auf „Spiegel-TV“, „Spiegel Online“ und „Manager Magazin“. Die Umsatzrendite ist nach Schätzungen des Fachblattes, denen Saffe im Interview nicht widerspricht, von 20 auf 15 Prozent gesunken.

Zukunft von Spiegel

Laut dem Handelsblatt ist der Abbau von 40 Stellen bei Spiegel TV bereits beschlossen.
Derzeit beschäftigt die Spiegel Gruppe 1250 Mitarbeiter.
Aber auch der Spiegel und Spiegel Online werden wohl Spar-Hausaufgaben für 2013 aufgetragen bekommen. In beiden Bereichen, so die Informationen von MEEDIA, sind die Budgetpläne im laufenden Jahr überschritten worden.

Horizont berichtet zur Zukunft:

Strategisch spannender als Sparen sind die Gedanken, die man sich zum Verhältnis von Print, Apps und Online macht. „Spiegel“ und Spiegel Online rücken zusammen, sowohl bei der Redaktionsarbeit als auch beim Geschäftsmodell. „Besonders werthaltige Inhalte von Spiegel Online könnten kostenpflichtig werden“, sagt Saffe mit Blick auf die schwierige Monetarisierung digitaler Reichweiten im Werbemarkt.

Umsatzrückgang bereits 2011

In 2011 war der Spiegel noch die umsatzstärkste Zeitschrift in Deutschland, doch auch indem Jahr hatte er schon mit einem Umsatzrückgang zu kämpfen. Der Spiegel war auch 2011 die deutsche Zeitschrift, die das meiste Geld mit Werbung, am Kiosk und mit Abos umgesetzt hat. Wie eine exklusive Analyse von MEEDIA zeigt, kam das Magazin in diesen drei Kategorien brutto auf 294,69 Mio. Euro und damit auf deutlich mehr als die beiden Verfolger stern und Focus.

Statistik: Auflagen (Abo + Einzelverkauf) der 20 größten Publikumszeitschriften im Jahr 2011 | Statista
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In diesem Herbst haben die Pleiten der „Frankfurter Rundschau“ und der Nachrichtenagentur dapd sowie das bevorstehende Aus der „Financial Times Deutschland“ die deutsche Medienlandschaft erschüttert.

letztes Update: 21:55:24 – 2014-04-15

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