Schaben: Biobots im Einsatz als Lebensretter

Wie kann man Verschüttete im Katastrophenfall unter Trümmern und zerstörten Gebäuden überhaupt noch orten und finden? Auf der Suche nach Assistenz im Krisenfall setzen Forscher der North Carolina State University auf Biobots der ungewöhnlichen Art: Schaben.

Medizin und Militär treiben technologische Entwicklung voran

Neben unseren Schwerpunkten auf E-Commerce und Social Media werfen wir immer wieder einen Blick auf übergeordnete Megatrends und technologische Entwicklungen. Die fortschreitende Miniaturisierung und Robotertechnologie findet aber nicht nur im Consumer Bereich Einzug, sondern wird vielmehr desöfteren aus dem militärischen oder medizinischen Sektor angetrieben. Sieh hierzu auch den Artikel: Solar Kollektoren und bionische Knie Bandagen in der US Armee gefragt.
Die Darpa Challenge, in deren Rahmen auch Google Roboter der neusten Generation eingesetzt hat, war etwa ein Projekt des amerikanischen Verteidigungsministeriums.

Auf den Seiten des internationalen Bionik Zentrums, mit Sitz in München und Saarbrücken, bin ich kürzlich auf einen interessanten Artikel zu oben genanntem Thema gestossen.

Foto: Eric Whitmire.

Foto: Eric Whitmire.

„Wenn ein Gebäude in sich zusammengefallen ist, sind Geräusche der beste Weg, um Überlebende ausfindig zu machen“, sagt Alper Bozkurt, Assistenz Professor für Elektro- und Computer Technik, von der North Carolina State University.

Ein unsichtbarer Zaun für Kakerlaken Biobots

Um ein funktionierendes Sensor Netzwerk mit Biobots aufzubauen, müssen sie einen gewissen Abstand voneinander einhalten. Ebenfalls müssen die kleinen Solarpanels, die sie tragen zumindest eine Stunde unter einer Lichtquelle bleiben, um sie aufzuladen. Den Forschern ist es gelungen einen unsichtbaren „Zaun“ zu entwickeln. Sobald die Biobots an seine Grenzen stossen drehen sie eigenständig um und bleiben so in einem gewissen Radius.

Akustische Steuerung von Kakerlaken Biobots

Um Verschütteten das Überleben im Krisenfall zu sichern, müssen die Biobots sie zunächst lokalisieren. Ein kleines Gepackstück, das der Biobot trägt ermöglicht eine akustische Ortung und steuert selbständig den Biobot zur Akustikquelle.

„Wenn wir die relevanten Geräusche identifiziert haben, können wir die Bioboter dazu bringen, dass sie dorthin gehen, wo das Geräusch herkommt“, so Bozkurt.

Für die Entwicklung zeichnet das iBionicS Lab verantwortlich.

0 Kommentare