Print Krise: Time Warner will Großteil seiner Magazine verkaufen

Nachdem es im letzten Jahr mit der Financial Times Deutschland ein prominentes Opfer der Print Krise gab vermeldete nun Medienriese Time Warner, dass er einen Großteil seiner Magazine verkaufen will.

Das Flaggschiff des Konzerns „Time“ ist zwar der Ursprung des Unternehmens, aus dem alle anderen Zweige hervorgegangen sind. Doch schon seit längerem verdient der Konzern sein Geld hauptsächlich mit elektronischen Medien wie dem TV-Sendern CNN, HBO oder dem Filmstudio Warner Bros. Das Filmstudio Warner Bros. ist vor allem durch internationale Blockbuster, wie „Der Hobbit“ oder „Harry Potter“ bekannt.

Print Krise hat auch Time Warner erfasst

Die Printsparte, zu der insgesamt 95 Titel gehören, leidet dagegen bereits seit geraumer Zeit unter dem rückläufigen Zeitschriftengeschäft. Der Umsatz der Magazinsparte war im vergangenen Jahr um 7 Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar geschrumpft, der operative Gewinn brach um 25 Prozent ein. Der operative Gewinn fiel um 25 Prozent auf 420 Millionen Dollar. Erst kürzlich hatte das Unternehmen angekündigt, rund 500 der insgesamt 8000 Stellen bei seinen Verlagen zu streichen.

Als erstes hatte „Fortune“ selbst von dem anstehenden Verkauf berichtet. Kaufinteressent ist demnach der US-Zeitschriftenverlag Meredith, zu dem Familien- und Ratgeber-Titel wie „American Baby“ oder „Better Homes and Gardens“ gehören.

Meredith habe aber kein Interesse an den eher nachrichtengetriebenen drei Dickschiffen von Time Inc. gezeigt, schrieb die „New York Times“. Die Betroffenen selbst äußerten sich nicht.

Time Warner is in early discussions with the Meredith Corporation to put most of Time Inc.’s magazines — including People, InStyle and Real Simple — into a separate, publicly traded company that would also include Meredith titles like Better Homes and Gardens and Ladies’ Home Journal. – The New York Times, 13.02.2013

Laut dem zitierten Artikel der New York Times ist Time Warner in frühen Gesprächen mit der Meredith Corporation. Die meisten Magazine von Time Inc. – einschließlich People, InStyle und Real Simple – in einem separaten, börsennotiertes Unternehmen, zusammen mit Meredith Titeln wie Better Homes and Gardens und Ladies‘ Home Journal zu bündeln.

Es wäre nicht der erste größere Umbau bei Time Warner. Der Internetzugangsanbieter AOL gehörte einst zum Konzern. Doch die in der Dotcom-Blase geschlossene Verbindung scheiterte. Nun ist AOL als eigenständiges Unternehmen an der Börse gelistet und hat sich erfolgreich zum Inhaltelieferanten gewandelt.
Auch andere Vermögenswerte, wie Time Warner Cable, Warner Music Group und Time Warner Book Group wurden bereits abgespalten.

Auch Rupert Murdoch spaltet Verlagssparte ab

Time Warner würde mit dem Verkauf dem Beispiel von Medienmogul Rupert Murdoch folgen. Der spaltet seine Verlagssparte mit dem Flaggschiff „Wall Street Journal“ von den wesentlich profitableren elektronischen Medien ab. Dazu zählen vor allem die „Fox“-Sender, aber auch eine Beteiligung am deutschen Bezahlkanal Sky.

Mehr zu Rupert Murdoch finden Sie hier http://geistreich78.info/tag/rupert-murdoch/

Über Time Warner

Time Warner ist ein internationales Medienunternehmen mit verschiedenen Geschäftsfeldern. Zu Time Warner gehören unter anderem das Film- und Fernsehstudio Warner Bros., der Pay-TV-Sender Home Box Office (HBO), die Time Inc. Buch- und Zeitschriftenverlage sowie der Comicverlag DC, der unter anderem als Originalverlag die Superheldencomics um Superman und Batman herausbringt. 2012 hatte Time Warner 34.000 Mitarbeiter und erzielte um die 30 Mrd. $ Umsatz.

Die offizielle Webseite von Time Warner finden Sie hier.

 

Näheres zur Aktie [WKN: A0RGAY / ISIN: US8873173038] von Time Warner finden Sie hier: http://www.finanzen.net/aktien/Time_Warner-Aktie.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Print Industrie weiter entwickeln wird.

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