Internetnutzer schauen Musikvideos zunehmend im Web

Musikvideos im Web sind beliebt.

Gut jeder zweite Internetnutzer (54 Prozent) schaut zumindest hin und wieder online Musikvideos. Das entspricht knapp 30 Millionen Menschen in Deutschland. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Danach rufen insbesondere jüngere Internetnutzer Musikvideos im Web ab. 85 Prozent der 14- bis 29-Jährigen schauen zumindest gelegentlich dort Musik-Clips. Von den 30- bis 49-Jährigen ist es rund jeder Zweite (51 Prozent), bei den 50- bis 64-jährigen jeder Dritte (34 Prozent). „Das Musikfernsehen wandert ins Internet“, sagt Timm Hoffmann, Audio-Experte beim BITKOM. Anfang der 80er Jahre startete mit MTV der erste TV-Sender für Musikvideos in den USA. Etwa zehn Jahre später kam das Musikfernsehen in Deutschland an. Anstelle von Musikvideos zeigen die Fernsehsender heute vor allem Reality-TV-Shows und Jugendserien.

Etablierung spezialisierter Musik Dienste

Im Web gibt es zusätzlich zu den allgemeinen Video-Plattforen wie YouTube oder Vimeo auch spezialisierte Dienste für Musik-Clips, etwa QTom oder tape.tv. Dort können einzelne Videos abgerufen und in Playlists gespeichert werden, die sich über Soziale Netzwerke mit den Freunden teilen lassen. Einige Dienste bieten Videokanäle zu bestimmten Musik-Genres oder Aufzeichnungen von Konzerten und Festivals.

 Online-Dienste bieten klare Vorteile gegenüber klassischen Medien

Die meisten Online-Dienste für Musikvideos können per App auf Smartphones und Tablet Computern genutzt werden. Zudem lassen sich die Musik-Clips auf dem Fernseher schauen. Dafür gibt es von den Diensten Anwendungen, die sich auf Smart-TVs, internetfähigen Blu-ray-Playern und Set-top-Boxen oder Spielkonsolen nutzen lassen. Hoffmann: „Die Online-Dienste für Musikclips bieten klare Vorteile gegenüber dem klassischen Musikfernsehen. Sie lassen sich dem eigenen Geschmack anpassen und sind auf allen Geräten jederzeit verfügbar.“ Damit seien sie ein gutes Beispiel für den allgemeinen Trend zu internetbasierten Video-Diensten.

Zur Methodik: Für die Angaben zur Nutzung von Musikvideos im Internet befragte das Meinungsforschungsinstitut Aris im Auftrag des BITKOM 1.008 Bundesbürger ab 14 Jahren. Alle Angaben sind repräsentativ.

BITKOM NewTV Summit

NewTV Summit 2013

Bis heute hat sich der klassische deutsche lineare TV-Markt erstaunlich robust gegenüber Videoangeboten aus dem Netz gezeigt. Dennoch: nahezu alle Marktexperten aus der New Media-Branche prophezeien, dass dies nicht so bleiben wird. Zumindest bei jüngeren Zielgruppen ist das veränderte Konsumverhalten bereits angekommen und in verschiedenen Studien belegt. Während die klassischen TV-Sender die Konsequenzen möglicher Verschiebungen in ihrer werberelevanten Kernzielgruppe durchdenken, fokussieren neue Content-Anbieter von vorneherein auf netzaffine Zielgruppen.

Alleine 2013 sind nur in Deutschland fast 50 Millionenen internetfähige Screens verkauft worden: Smartphones, Tablets, Laptops und Connected TVs.  2013 werden nach einer Prognose der GfK im Auftrag des BITKOM auch erstmals mehr Connected TVs in Deutschland verkauft als herkömmliche Fernsehgeräte. Hinzu treten internetfähige Blu-ray Player, Set-Top-Boxen und Spielekonsolen, die mit dem Fernseher verbunden werden. Im Ergebnis wird nach einer Prognose des BITKOM Ende 2013  in jedem dritten deutschen Haushalt das Fernsehgerät entweder direkt oder indirekt mit dem Internet verbunden sein. Die Zeichen stehen also für einen massiven Wandel.

Die Konsequenz: Werbebudgets gehen zusammen mit den Konsumenten online. Aber wie werden Sie finanziert? Vor allem kostenfreie Angebote sind beim Kunden beliebt. Aber: wie ist der Stand der Monetarisierung heute, sowohl bei der der Media-Planung bei Kunden und Agenturen als auch bei der Umsetzung bei Vermarktern und Publishern? Wo sind die Chancen und wo die Hürden? Wie weit ist das Geld der Nutzung wirklich schon gefolgt und wer sind die entscheidenden Weichensteller? Welche Bedeutung haben Crossmedia-Angebote und Multichannel Werbeformen über verschiedene Endgeräte hinweg?

Nationale, internationale und globale Player werden auf dem BITKOM NewTV Summit 2013 darüber berichten und Ihre Strategien erläutern. Die Eröffnungs-Keynote hält Dr. Christian P. Illek, Mitglied des BITKOM-Präsidiums und Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland GmbH. Der Kongress findet am 5. November in Berlin statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.newtv-summit.de.

 

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