In eigener Sache: Familie, Kinder und veränderte Prioritäten

Dem ein oder anderen Stammleser von geistreich78 mag es vielleicht aufgefallen sein, dass es in den letzten Wochen etwas ruhiger geworden ist. Die Frequenz der Artikel gesunken ist. Schon länger wollte ich „in eigener Sache“ einen Post über die Gründe schreiben. Auf die veränderten Prioritäten, die vor allem privater Natur sind, eingehen.

Darf man auf einem Business-Blog auch mal etwas Persönliches schreiben? Ich meine ja. Zudem ist es mir ein Anliegen meine treuen Leser nicht im unklaren zu lassen.

Vorneweg: geistreich78 geht auf jeden Fall weiter, wurde nicht eingestellt oder beendet.

Geburt des Kindes bringt neue Prioritäten

Mit der Geburt meiner Tochter im Herbst 2015 gab es einfach einen großen Einschnitt in meiner Lebensgestaltung. Im Sommer diesen Jahres wird noch ein zweites Kind dazu kommen. Somit befinde ich mich sozusagen in einer längeren „Babyphase“.

Als ich dieses Magazin 2012 begann kam ich aus der Selbständigkeit, hatte keinerlei Verpflichtungen, meine Frau studierte nebenberuflich. Es gab soviel Freizeit, wie nie zuvor. Durch den Umzug von Passau nach München, waren zunächst wenige private Beziehungen vorhanden. So gelang es ohne Probleme eine Vielzahl an Blogposts in der Woche, manchmal sogar mehrere am Tag, zu schreiben und zu veröffentlichen. Das Thema Bloggen war neu und wurde schnell zu meiner Leidenschaft. Am Anfang gab es auch eine entsprechend hohe Lernkurve. Man musste sich in die Flut an News hineinbeissen und für sich einen Weg finden, sie zu bewältigen.

Schon immer habe ich dieses Magazin nebenberuflich betrieben. Die ersten Jahre war ich im Vertrieb tätig. Seit letztem Jahr habe ich einen Job mit Schwerpunkt Marketing und Fund Raising, der mir sehr viel Spaß macht und mich ausfüllt. Hier kann ich auch meine Expertise in Sachen Social Media Marketing, Webdesign und Online Marketing einbringen. Sowie zum digitalen Wandel und den entsprechenden Prozessveränderungen im Unternehmen beitragen.

Eltern unter den Lesern brauche ich freilich nicht zu erzählen, dass die persönliche freie Zeit immer weniger wird, wenn man Kinder bekommt. In den ersten Monaten brauchen sie noch weniger Aufmerksamkeit und Zeit. Doch spätestens wenn sie anfangen zu laufen und die ersten Wörter aus ihrem Mund kommen, ist es vorbei mit der Ruhe. Somit verändert sich auch der Tagesablauf.

Qualitätszeit mit der Familie

Konnte ich früher noch vor der Arbeit, bei rechtzeitigem Aufstehen, für meinen Blog arbeiten, recherchieren und Artikel schreiben, so freut sich meine Kleine jetzt auf das Frühstück mit Papa und die erste „Qualitätszeit“. Ich schreibe bewusst Qualität, weil dies eben nicht so aussieht, dass ich am Rechner sitze und das Kind nebenher spielt, sondern ihm die volle Aufmerksamkeit gebührt. Nach der Arbeit ergibt sich meist dasselbe Bild: Wenn ich nach Hause komme, wird gemeinsam zu Abend gegessen und dann darf Papa mit seiner Tochter toben, Türme bauen, Bücher lesen und Puzzles lösen. Je nachdem wie der Tag gelaufen ist, ist die Tagesschau schon lange vorbei, bis das Kind eingeschlafen ist.

Familie steht für mich an oberster Stelle. Ein Argument für meinen Jobwechsel im letzten Jahr war, dass ich bei gleicher Arbeitszeit, aufgrund geringerer Fahrtzeit zum Job, mehr Zeit für die Familie haben würde. Der neue Arbeitgeber und Arbeitsort flexiblere Arbeitszeiten ermöglicht, um in wichtigen Fällen für die Familie da sein zu können. Gerade, wenn man zwei Kinder relativ schnell hintereinander bekommt, braucht die Partnerin Hilfe und Unterstützung.

Investition in Menschen

Neben dem familiären gab es auch in einem anderen Bereich Veränderung: Seit ich ein junger Erwachsener bin, habe ich mich immer stark ehrenamtlich im christlichen Bereich engagiert. Mit Beginn diesen Jahres, habe ich dies, nach mehrjähriger Unterbrechung, wieder aufgenommen. Dies führt dazu, dass ich seit Januar fast jede Woche vor Menschen spreche, in ihr Leben investiere, sie coache und auf ihrem Lebensweg begleite. Neben der reinen Vortragszeit ist dies natürlich mit entsprechender Vorbereitung und praktischer Planung, Absprachen im Mitarbeiterteam, etc. verbunden.

In einigen anderen Blogposts habe ich immer wieder betont, wie wichtig, neben aller Liebe für das Digitale und das Onlineleben, das „echte Leben“ ist. Die reale Begegnung mit Menschen. Diese ist meines Erachtens durch nichts zu ersetzen. Meine Kinder müssen mich spüren, erleben, mir in die Augen sehen. Sie dürfen mich auch nicht ständig vor einem digitalen Device sitzen sehen, sondern brauchen meine Aufmerksamkeit.

Nun, um zum Schluss zu kommen. Ich kann noch nicht genau sagen, wie sich das Ganze entwickelt. Natürlich werde ich weiterhin an dieser Stelle den Handel im Wandel begleiten und über spannende Themen schreiben. Ich freue mich über den Austausch in den verschiedenen sozialen Netzwerken. Zumindest in 2017 werde ich jedoch keine Branchenevents besuchen, sondern meinen Jahresurlaub zur Geburt von Kind Nr. 2 nehmen.

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