Diese 4 Megatrends bestimmen die IFA 2014

Noch bis Montag stehen die Tore der IFA 2014, in Berlin, weit offen. Sie dient vielen Herstellern auch als passender Rahmen um neue Gadgets und technische Neuheiten der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Hier ein kleiner Überblick…

Megatrend 1: Mobilgeräte treiben Vernetzung der Consumer Electronics

Vernetzte Geräte wie Smartphones, Tablets und Smart-TVs verändern den Medienkonsum. So sind immer mehr Inhalte auf noch mehr Endgeräten jederzeit verfügbar – ermöglicht durch die Streaming-Technologie. Das sind die zentralen Erkenntnisse der Trendstudie „Consumer Electronics 2014“ vom Hightech-Verband BITKOM und dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte.

„Verbraucher wollen ihre Musiktitel, Videos und Fotos auf allen Geräten unkompliziert abrufen und teilen“, sagt BITKOM-Experte Timm Hoffmann. „Die Internetfähigkeit der Geräte ist mittlerweile ein entscheidendes Kaufkriterium in der Unterhaltungselektronik.“

Quelle: Pressekonferenz mit Dr. Christian P. Illek, BITKOM-Präsidium

Zum Vergrößern Anklicken. Quelle: Pressekonferenz mit Dr. Christian P. Illek, BITKOM-Präsidium

Megatrend 2: Mobilgeräte verändern den Markt für Unterhaltungselektronik

Der Umsatzrückgang für klassische Unterhaltungselektronik schwächt sich ab, gleichzeitig brechen Smartphones und Tablet Computer alle Verkaufsrekorde. Das gab der Hightech-Verband BITKOM heute auf Basis von Zahlen der Marktforschungsunternehmen GfK und EITO bekannt. Demnach werden in diesem Jahr voraussichtlich 24 Millionen Smartphones und 9,2 Millionen Tablet Computer abgesetzt. 2013 waren es noch rund 22,6 Millionen (plus 6 Prozent für Smartphones), beziehungsweise 8 Millionen (plus 15 Prozent für Tablet Computer). Der Umsatz mit Smartphones beträgt 2014 voraussichtlich 8,7 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 6 Prozent gegenüber 8,2 Milliarden im Jahr davor. Mit Tablet Computern werden 2014 voraussichtlich 2,5 Milliarden Euro umgesetzt. Im vergangenen Jahr waren es 2,4 Milliarden Euro, was einem Plus von 5 Prozent entspricht.

„Smartphones und Tablet Computer treiben die Vernetzung der Gesellschaft voran – bis ins Wohnzimmer“, sagt Dr. Christian P. Illek, BITKOM-Präsidiumsmitglied.

Megatrend 3: Phablets treiben Smartphone-Markt-Wachstum

Infografik: Phablets treiben Smartphone-Markt-Wachstum | Statista

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Laut einer aktuellen Prognose werden in diesem Jahr von 1,25 Milliarden verkauften Smartphones 173 Millionen über einen Bildschirm mit 5,5 Zoll Bildschirmdiagonale oder größer verfügen, das entspricht einem Anteil von 14 Prozent. Die Bedeutung dieser so genannten Phablets wird in den kommenden Jahren sukzessive zunehmen. 2018 wird ihr Anteil am Smartphone-Absatz den Analysten zufolge bereits bei 32 Prozent liegen. Mehr noch, von 567 Millionen gegenüber 2014 zusätzlich verkauften Geräten werden dann 418 Millionen Phablets sein. Kein Wunder, dass auch Apple am 9. September sein erstes Smartphone mit großem Bildschirm vorstellen wird.

Megatrend 4: Der große BUZZ um Wearables

Bei den vernetzten Geräten sind so genannte Wearables der nächste große Trend. Verbraucher interessieren sich zunehmend für solche intelligenten Geräte, die am Körper getragen werden – zum Beispiel für intelligente Brillen. Fast jeder Dritte ab 14 Jahren (31 Prozent) in Deutschland kann sich vorstellen, eine smarte Brille wie Google Glass zu nutzen. Das entspricht 22 Millionen Bundesbürgern. Vor einem Jahr war es erst jeder Fünfte (20 Prozent). Bei den Smartwatches ist der Anteil noch höher. Fast zwei von fünf Personen (38 Prozent) ab 14 Jahren würden unter bestimmten Voraussetzungen solch ein Gerät kaufen. Dies entspricht rund 27 Millionen Bundesbürgern. Unter Smartwatches werden Armbanduhren verstanden, die mit einem Display ausgestattet sind und direkt oder indirekt mit dem Internet verbunden werden können. Im Jahr 2013 interessierten sich erst 31 Prozent dafür. Illek: „Smartwatches bieten in vielen Situationen einen echten Mehrwehrt – etwa mit Fitness-Apps beim Sport oder als Navigationsgerät am Handgelenk.“

Viele Verbraucher würden mit einer intelligenten Armbanduhr auch gerne Gesundheitsdaten wie Puls oder Blutdruck messen und bei Bedarf automatisch Verwandte oder den Arzt informieren.

BITKOM Wearable stossen auf wachsendes Interesse 2014-09-04

Zum Vergrößern anklicken. Pressekonferenz mit Dr. Christian P. Illek, BITKOM-Präsidium

In diesem Bereich wären die Fitnessarmbänder, Augmented Reality und Virtual Reality Brillen, aber auch die immer mehr aufkommenden Smartwatches zu nennen. Nächste Woche sieht die ganze Welt nach Kalifornien und bekommt hoffentlich eine Antwort auf die Frage: iWatch ja oder nein?

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