Der Not begegnen: #BloggerFuerFluechtlinge und andere Projekte

Als Social Media Blog verfolgen wir natürlich schon seit längerem die Entwicklung in den sozialen Netzwerken hinsichtlich der Flüchtlingsentwicklung mit. Zu allen möglichen Aspekten könnte man nun etwas schreiben: Wie verhalten sich die Medien in der Debatte? Wer sind die Meinungsmacher? Wie geht Facebook mit rechtsradikalen Posts um? Uvm. Doch ich halte nichts davon zuerst von sich weg auf die Anderen zu schauen. Zunächst und in allererster Linie bin ich selbst gefragt. Gilt es der menschlichen Not zu begegnen.

Welche Hilfsmöglichkeiten und Aktionen es gibt und gerade laufen, möchte ich in diesem Artikel vorstellen.

Gestern Abend habe ich auf ZDF Info die Dokumentation „Kalte Heimat – Vertriebene in Deutschland“ angesehen. Von den 60 Millionen Deutschen waren nach dem Krieg mehr als die Hälfte Flüchtlinge, unterwegs auf der Suche nach einer neuen Heimat. Die historische Komponente möchte ich gar nicht weiter betrachten, nur sagen, dass die Geschichte unseres eigenen Landes für mich den letzten Ausschlag gegeben hat, nun auch auf geistreich78 das Thema aufzugreifen.

Dabei kann und will ich erwähnen, dass auch meine Familie von den Wirren des Krieges betroffen war. Der eine Elternteil wurde aus Böhmen, gar nicht mal so weit hinter der jetzigen deutschen Grenze, vertrieben und fand schließlich im schönen Schliersee, in Oberbayern, eine neue Heimat. Der andere kam aus Ostpreußen und Schlesien nach vielen Wirren und mehreren Halts ebenfalls am Ende nach Oberbayern.

Im Folgenden nun eine kleine, selbstverständlich nur unvollständige Aufstellung einiger Projekte und Aktionen in den sozialen Netzwerken.

#bloggerfuerfluechtlinge

BloggerFuerFluechtlingeBlogger für Flüchtlinge ist eine Initiative von Nico Lumma, Stevan Paul, Karla Paul und Paul Huizing.
Wir sind ganz normale Menschen. Menschen denen nicht egal ist, wie mit anderen Menschen umgegangen wird. Menschen, die helfen wollen.

Auf der Webseite heißt es weiter:

Was wir wollen?
Wir wollen Augen öffnen. Niemand soll mehr wegschauen.
Wir versuchen gemeinsam die Flüchtlingshilfe zu unterstützen.

Wir wollen helfen!
Wenn du aktiv helfen möchtest, gibt es viele Möglichkeiten!

Du kannst Geld spenden!
Du kannst Sachspenden leisten!
Du kannst vor Ort nachfragen inwiefern Hilfe benötigt wird.

1000 Mal Willkommen

Herzlich WillkommenDer Social Media und Community Manager Lutz kennt die Kraft der sozialen Netzwerke. Auch er setzte auf die virale Kraft und zeigt wie man mit ganz einfachen Mitteln Solidarität und eine positive Stimmung in unserem Land fördern kann.

Am 19. Juli 2015 startete er die Aktion „1000 Mal Willkommen„. Er rief Menschen dazu auf, sich mit einem an Flüchtlinge gerichteten Willkommensgruß zu fotografieren und das Bild bei Tumblr hochzuladen.

Im Interview mit Brigitte sagt er zu seiner Aktion:

Du teilst die Bilder auch in anderen sozialen Netzwerken. Gerade bei Facebook provozieren Aufrufe gegen Fremdenfeindlichkeit oft hässliche Kommentare.

Das stimmt. Das sieht man ja leider auch bei Til Schweiger. Allerdings führen wir niemanden vor, wir begegnen Hass nicht mit Hass, sondern sagen nur: „Liebe Flüchtlinge, es gibt hier viele Menschen, die euch willkommen heißen.“

Was hoffst du damit zu erreichen?

Meine Mitstreiterin Anett und ich hoffen, dass wir damit einen neuen Denkanstoß für die Willkommenskultur in Deutschland bieten. Je mehr Menschen Flüchtlinge willkommen heißen, desto lieber ist es uns. Wir wollen zeigen, dass es hier in unserem Land nicht zur Tagesordnung gehört, Fremdenhass zu zeigen, sondern dass hier Flüchtlinge Unterstützer finden.

Facebook Gruppen

Immer mehr Facebook entstehen auch, die das Ziel haben konkret und vor Ort Hilfe zu organisieren.

Gerade in München, unserem Sitz, etwa „Hilfe für Flüchtlinge in München„. Die öffentliche Gruppe hat mit Stand von heute bereits 4.000 Mitglieder und wächst weiter ständig an.

Um Live Informationen zu bekommen, kann man auch diversen Twitter Accounts, insbesondere von öffentlichen Institutionen, folgen.

Um in den sozialen Netzwerken Informationen zu finden oder dich selbst daran zu beteiligen, verwende am Besten die Hashtags: #BloggerFuerFluechtlinge #Menschenrechte #refugeeswelcome

Recht auf Menschenrecht

„Jeder hat das Recht auf Menschenrecht“ ist eine Gemeinschaftsinitiative vom Deutschen Olympischen Sportbund, GWA Gesamtverband Kommunikationsagenturen und vielen Prominenten und Bürgern aus ganz Deutschland.

Danke, Benny! So spricht ein Kapitän und Weltmeister!

Gepostet von Hans Sarpei am Dienstag, 1. September 2015

Kein Tag vergeht, ohne dass wir in Deutschland Debatten um Flüchtlinge, Integration und Ausländerpolitik haben. Die Diskussionen spitzen sich immer mehr zu, wie wir in den letzten Tagen erlebt mussten.

Das Essentiellste wird dabei oft vergessen: Am Ende geht es nicht um die Frage, ob wir Flüchtlinge aufnehmen oder nicht, ob wir Menschen die Integration erleichtern, sondern im Kern darum, ob wir Menschlichkeit zeigen. Ob wir die Grundrechte eines jeden Menschen achten, die wir auch für uns selbst in Anspruch nehmen.

Wir möchten unsere Stimme nicht nur aktiv gegen Diskriminierung und Fremdenhass erheben, sondern uns mit aller Macht für die Einhaltung der Menschenrechte stark machen. Denn: Jeder hat das Recht auf Menschenrecht.

Ich setze ein Zeichen für die #menschenrechte. Und du? Recht auf Menschenrecht

Gepostet von Hans Sarpei am Samstag, 29. August 2015

Um die Menschen und Medien zum Nach- und Umdenken zu bewegen, lassen wir Prominente und Bürger aus ganz Deutschland Stellung beziehen. Mit einer Kampagne über alle Medien, die wir mit starken Partnern aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Politik umsetzen möchten und am 20. September 2015 zum Weltkindertag starten werden. (Quelle: Facebook Information)

Sehr gerne könnt ihr einen Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen und auf weitere Projekte aufmerksam machen.

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