Der geistreiche Wochenrückblick mit Twitter, Robotern und Big Data

Der geistreiche Wochenrückblick mit Predictive Analytics für Online Shops, dem Twitter Börsenabsturz und der Auswirkung von selbst denkenden Robotern auf den Arbeitsmarkt

Predictive Analytics für Shopbetreiber

Predictive-Analytics-Lösung Simcommerce: Intershop will Shopbetreibern den Blick in die Zukunft ermöglichen – channelpartner.de

In vielen Anwendungsbereichen ist der Blick in die Zukunft auf Grundlage bestehender Daten bereits alltäglich. Mit der SaaS-Lösung Simcommerce will Intershop Predictive-Analytics-Methoden nun auch im E-Commerce etablieren und verspricht Erleichterungen z.B. bei der Entscheidung zwischen verschiedenen Payment- und Marketing-Optionen.

Predictive Analytics – Chancen für den Online-Handel (Teil 1) – The Blog for E-Commerce Managers

Ein Erfolgskonzept der Evolution, die vorausschauende Planung, ist gerade in unserer immer komplexer werdenden Welt notwendig. Selbstredend nicht nur im (Online-)Handel. Predictive Analytics ist somit der nächste logische Schritt auf Big Data. Predictive Analytics ermöglicht es Ereignisse, Trends und Aktivitäten zu prognostizieren und daraus einen operativen oder strategischen Nutzen zu generieren. Online-Händler können zukünftig Vorhersagemodelle nutzen, um die aus prädiktiven Analysen generierbaren Erkenntnisse in eigene Wettbewerbsvorteile umzuwandeln.

Big Data und dessen Nutzung geistert seit langem durch die mediale Welt. Hier sehen wir nun einen konkreten Einsatz für den Online Handel.

Der Twitter Absturz

Auf geistreich78 haben wir den Börsengang des Micro Blogging Dienstes Twitter recht engmaschig begleitet. In dieser Woche sorgte die erstmalige Bekanntgabe von Geschäftszahlen für einen herben Kurseinbruch des Börsenneulings.

Hier die Fakten

  • Zahl der monatlichen Nutzer steigt in vierten Quartal 2013 auf 241 Millionen
  • Anstieg von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr bleibt hinter den Erwartungen der Analysten
  • Im Vergleich zum Vorquartal ist es nur ein Anstieg von 3,8%
  • Twitter schreibt immer noch rote Zahlen
  • Im Gesamtjahr Verlust von 645 Millionen Dollar
  • 2012 waren es noch minus 79 Millionen Dollar

Zu den Gründen für die Probleme und die enttäuschten Erwartungen ein Link zu einem sehr guten Artikel auf Mashable.

What’s the Matter With Twitter? Not What Twitter Thinks

The fact is that something happened in the fourth quarter that reduced a key metric: timeline impressions. Or to put that in English, Twitter users are using Twitter less. The number of times people look at their lists of incoming tweets dropped for the first time in at least two years, maybe ever. […]

For the first time on the analyst call, Costolo talked of an upcoming change where you get to „fix“ the reverse-chronological timeline itself. In other words, the one thing that makes Twitter different, that wonderful sense of urgency and of being up-to-the-second, may be on the chopping block — replaced by the kind of algorithm that Facebook uses to determine what posts it thinks you’ll most want to read.

But you can’t beat Facebook by becoming Facebook lite. Rather, I would urge Costolo to consider that he has built a solid user base of news junkies, and that there are more of us out there than you might credit. I would venture to say that everyone is a potential news junkie for certain kinds of news. Your mileage may vary, and Twitter’s strength is in how well it can adapt its news to your whims.[…]

Even if new users do love the dingbats and the blue lines with in-line photos, and I don’t believe they actually do, is it worth it? What shall it profit a company if it picks up two or three or ten million new users, but lose the respect of those 240 million monthly actives?

Chris Taylor mutmaßt,dass die jüngsten Design und Nutzungs-Änderungen von Twitter die Aktivitäten der User reduzieren. Auch Pläne in die chronologische Timeline einzugreifen und ähnliche Facebook Gewichtungen vorzunehmen kritisiert er scharf. Dies würde sich klar gegen den eigentümlichen Charakter von Twitter richten und dem sozialen Netzwerk förmlich das Herz rauben.

Arbeitsmarkt Zukunft – Roboter als Bedrohung?

Denkende Roboter revolutionieren den Arbeitsmarkt – UP° Unternehmer Positionen Nord

Lernende Maschinen, billige Sensoren und mobile Roboter: Das ist eine explosive Mischung für jeden Unternehmenslenker. Schon bald könnten Computer einen grundlegenden Wandel am Arbeitsmarkt hervorrufen.

Zu Beginn des Jahres gab es mehrere Artikel auf geistreich78 zu Robotern. Vor allem mit Hinblick auf diverse Übernahmen von Google, etwa von Boston Dynamics. Oder die. Darpa Robotic Challenge. Holger Schmidt wirft nun einen Blick auf den Arbeitsmarkt und zeigt auf, was diesem durch selbst lernende Roboter blüht.

Neue Produkte und Fertigungsmethoden werden den technischen Fortschritt wahrscheinlich so stark beschleunigen wie seit der industriellen Revolution nicht mehr. „Die Forschung erklärte uns noch vor wenigen Jahren, warum es selbstfahrende Autos auf absehbare Zeit nicht geben werde. Sie wurde von einer Cutting-Edge-Technologie überholt, die solche Autos Realität werden ließ“, erklären Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology. […]

Wenn erstmals Maschinen aber nicht nur Muskelkraft, sondern die geistigen Fähigkeiten der Menschen ersetzen, steht der Arbeitsmarkt vor einem zweiten grundlegenden Wandel.

Holger Schmidt nennt diverse Branchen in denen autonome Maschinen zum Einsatz kommen könnten:

  • Transport
  • Logistik
  • Supporttätigkeiten in Büros und Verwaltung

Gleichzeitig bieten sie aber auch die Möglichkeit die Produktion wieder in westliche Länder zuverlagern. Die einfachen Arbeiten werden von Robotern ausgeübt, die von hoch qualifizierten Fachkräften angeleitet und bedient werden.

Trotzdem wird die digitale Revolution Spuren in Wirtschaft und Gesellschaft hinterlassen. Die Unternehmensberatung McKinsey erwartet, dass die aktuellen Technologiesprünge in gleich mehreren Gebieten die Arbeit von 100 bis 140 Millionen Wissensarbeiter bis zum Jahr 2025 ersetzen können, vor allem in den Industrieländern. Eindeutige Gewinner sind nur die oberen 20 Prozent der Einkommenspyramide, die immer reicher werden.

Allen Lesern wünsche ich ein ruhiges Wochenende…

Letzte Änderung: 11:08:20 – 2016-11-06

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