CES2014: 3D Drucker Einsteiger-Geräte für Privatnutzer vorgestellt

Einfache 3D-Drucker sind inzwischen auch für Privatpersonen erschwinglich. Auf der International CES in Las Vegas, der weltweiten Leitmesse für Consumer Electronics, stellten verschiedene Hersteller neue Modelle vor. Darunter sind auch Einsteiger-Geräte, die für unter 500 Euro auf den Markt kommen sollen.

Die International Business Times stellt die TOP Geräte der CES vor.

  • CubePro 3D Printer
  • Kevvox Desktop 3D Printer
  • Pegasus Touch SLA 3D Printer
  • RoBo 3D R1
  • Robox
  • um nur ein paar zu nennen

Das Robox Kickstarter Video zeigt Aufbau und Verwendung des 3D Druckers. Das anvisierte Ziel von 100.000,- Pfund, wurde mit £280,891 bei weitem übertroffen.
In dem Artikel werden gleich mehrere Geräte von MakerBot genannt.

Makerbot 3D Drucker

Makerbot (eigentlich MakerBot Industries, LLC) ist ein Hardware-Hersteller aus New York City, der sich auf 3D-Drucker spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde im Jahr 2009 gegründet und gilt als einer der führenden Vertreter seiner Branche. Makerbot wurde 2013 für mehr als 400 Millionen Dollar vom amerikanisch-israelischen Unternehmen Stratasys übernommen, das sonst vor allem große 3D-Drucker für den professionellen Einsatz herstellt.

Stratasys is a larger industrial 3-D printing company, which has been around since 1989, while MakerBot has pioneered the desktop 3-D printing. But it has sold more than 22,000 3-D printers since it was founded in 2009, especially the most recent MakerBot Replicator 2 unit.

In Las Vegas zeigte Makerbot nun nicht nur die auf Endverbraucher abzielende Maschine, sondern auch zwei deutlich teurere Modelle, die sich eher an ein professionelles Publikum richten. Eine dieser Maschinen wird 6499 Dollar kosten.

CES has always been a huge event for MakerBot, and this year is no different. This time around, they announced three new models of 3D printer: the new flagship Replicator, the Replicator Mini and the giant Replicator Z18 – a device large enough to print 18-inch-tall helmets!

Das in Las Vegas gezeigte Modell „Replicator Mini“ soll für 1375 Dollar verkauft werden. „Das ist unser Endverbraucher-Drucker“, sagte Makerbot-Mitgründer Bre Pettis. Das bisherige Standardmodell „Replicator 2“, das weiter im Angebot bleibt, kostet 2199 Dollar.

Laut der FAZ sagt der Verband Consumer Electronics Association voraus, der die CES veranstaltet, dass in diesem Jahr auf der ganzen Welt knapp 100 000 3D-Drucker verkauft werden. MakerBot Industries betreibt mittlerweile drei Ladengeschäfte in den USA. In New York, Boston und Greenwich können Kunden nicht nur 3D-Drucker in Aktion sehen und kaufen, sondern auch gedrucktes erwerben, sich in 3D scannen lassen und an Events teilnehmen. Offenbar ist auch ein weiterer Ausbau dieses Ladennetzes geplant – möglicherweise auch außerhalb der USA.

Passende Software und Druckvorlagen sind für die Verbreitung von 3D Druckern genau so wichtig, wie die Hardware selbst. Heise.de schreibt hierzu:

Der Hersteller präsentierte auf der CES eine rund um MakerWare und Thingiverse gestrickte Desktop App für Windows, Mac OS X und Linux. Mit dieser sollen Besitzer von MakerBot-Druckern ihre 3D-Druckvorlagen skalieren, platzieren und vorbereiten können sowie den Fortschritt des Drucks im Auge behalten – wer einen der frisch vorgestellen MakerBot-Maschinen der fünften Generation besitzt, bekommt auch das Live-Bild von deren eingebauten Kameras gezeigt. […]

Für alle Besitzer sowohl eines neuen Replicators als auch eines iPhones hat der Hersteller auch noch eine weitere App in petto: Mit MakerBot Mobile soll man den Fertigungsfortschritt in der Kunststoffabrik auf dem heimischen Schreibtisch auch von unterwegs aus im Auge behalten können. Ferner ist auch noch eine iPad-App in Vorbereitung, die sich vor allem an Kinder richten soll: Sie können aus Sammlungen geprüfter Vorlagen aus Thinigiverse ihr Wunschobjekt herauspicken, Schriftzüge zur Druckreife in die dritte Dimension tiefziehen oder eine Armbandvorlage individuell anpassen.

Copyshops mit 3D Druckern nehmen zu

Die meisten aktuellen Drucker fertigen ein Produkt, das als 3D-Modell vom Computer übertragen wird, indem Material schichtweise aufgebaut wird. Dazu wird flüssiger Kunststoff Schicht für Schicht per Spritzdüse auf einer Grundfläche aufgebracht, dann wird die Fläche ganz langsam abgesenkt und die nächste Lage aufgebracht. Am Ende ist das vorher nur digital existierende Produkt entstanden. Die meisten Drucker unterstützten unterschiedliche Qualitätsstufen, wobei der Druck von mehreren Minuten bis zu einigen Stunden dauern kann. Wer die Anschaffungskosten scheut, findet in immer mehr Städten auch 3D-Drucker in Copyshops, auf denen das eigene Modell gegen Gebühr gedruckt werden kann. Dabei gibt es bei Detailfragen oft auch Hilfestellung.

Erstellung von 3D Modellen leicht machbar

Die 3D-Modelle für den Druck kann man mit etwas Geschick selbst erstellen – mit Hilfe von teilweise kostenlos erhältlicher Software oder durch den Einsatz von 3D-Scannern, die Gegenstände in digitale Modelle verwandeln. Man kann die Modelle aber auch von verschiedenen Plattformen im Internet herunterladen, auf denen Nutzer von 3D-Druckern ihre Kreationen austauschen. Diese Vorlagen können dann entweder unverändert gedruckt oder am PC an die eigenen Vorstellungen angepasst werden. Neben Dekorationsartikeln wie Engeln oder Windspielen gibt es dort Spielfiguren sowie zahlreiche verschiedene Smartphone-Halterungen oder Haushaltswaren wie z.B. Geschirr und Türstopper.

Viele Einsatzmöglichkeiten für 3D Drucker

Eine fehlende Spielfigur für das Brettspiel, ein kaputter Brillenbügel oder die ganz individuelle Handy-Halterung – in Millionen deutschen Haushalten könnten solche Dinge bald aus dem Drucker kommen. Jeder fünfte Bundesbürger (20 Prozent) kann sich vorstellen, einen 3D-Drucker zu nutzen, mit dem am PC entworfene Modelle als reale Gegenstände aus Kunststoff oder anderen Materialien ausgegeben werden können. Unter den 14- bis 49-Jährigen ist sogar jeder Vierte (25 Prozent) an einem 3D-Drucker interessiert. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben.

„3D-Drucker haben das Potenzial, dass wir ganz auf unsere individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Produkte schnell selbst herstellen können. Das kann unsere Wirtschaft nachhaltig verändern“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Viele Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Drucks für Zuhause stecken noch in den Kinderschuhen. Wie schnell Entwicklungen im Hightech-Bereich gehen können, zeigt der Boom bei Tablet Computern, den vor einigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hat.“

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