20% Deutsche würden Gesundheitsdaten per implantiertem Chip überwachen

Herzschlag, Blutdruck und andere Gesundheitsdaten per implantiertem Chip überwachen – was sich derzeit noch nach Science Fiction anhört, könnte in wenigen Jahren schon Realität sein. Derzeit wird mit Hochdruck an entsprechenden Technologien gearbeitet.

19 Prozent würden Chip-Implantat nutzen

Bereits heute kann sich jeder fünfte Deutsche (19 Prozent) vorstellen, ein solches Chip-Implantat zur Messung von Gesundheitsparametern zu nutzen. Besonders groß ist das Interesse unter älteren Menschen. Mehr als jeder vierte der 50- bis 64-Jährigen (29 Prozent) kann sich vorstellen, einen Gesundheits-Chip implantiert zu bekommen, bei den über 65-Jährigen sind es sogar 31 Prozent. Zum Vergleich: In der Altersklasse zwischen 14 und 29 Jahren interessiert sich derzeit nur knapp jeder Zehnte (9 Prozent) dafür. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.

Bereits heute lassen sich viele Gesundheitsdaten auch selbst messen und auswerten. So gibt es Blutdruckmessgeräte, die direkt mit dem eigenen Smartphone oder Tablet Computer verbunden werden können. Dort lassen sich die ermittelten Werte abspeichern und Entwicklungen über längere Zeiträume darstellen. Auch der Blutzuckerspiegel, die Körpertemperatur und das eigene Gewicht lassen sich in ähnlicher Form ermitteln, digital analysieren und speichern. Der Vorteil: Die Entwicklung der verschiedenen Gesundheitsdaten lässt sich leichter erfassen und ist auch beim nächsten Arztbesuch griffbereit. Dr. Pablo Mentzinis, Gesundheitsexperte des BITKOM:

„In Zeiten einer alternden Gesellschaft und des zunehmenden Ärztemangels in ländlichen Gebieten können Geräte zum Selbstmessen von Gesundheitsdaten sinnvolle Ergänzungen zum Besuch beim Arzt sein.“

Zu dem Experten:

„Pablo Mentzinis studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Trier und Nancy. Als DFG-Stipendiat promovierte Mentzinis über ein europarechtliches Thema und sammelte erste politische Erfahrungen bei der EU-Kommission. Nach Stationen bei Anwälten in Paris und Köln begann er im August 2000 beim neu gegründeten Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM e.V.) in Berlin, zunächst als Referent für Vergaberecht, seit Januar 2004 als Leiter des Public-Sector-Teams im BITKOM. In dieser Funktion begleitet Mentzinis verantwortlich die Entwicklungen in den Bereichen eHealth und E-Government.“ (EHEALTHCOM)

Anfang Januar habe ich in einem Artikel über Wearble Tech und Implantate berichtet. Sucht man nach weiteren Informationen zum Thema „Chip-Implantat“ stößt man auf recht abstruse und verschwörungstheoretische Aussagen. Schlagworte wie

  • VeriChip – Der VeriChip (Produktbezeichnung: VeriMed) war ein passiver RFID-Transponder, der sich zur Implantierung in Menschen und Tiere eignet.
  • RFID – „Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen“ ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen und erleichtert damit erheblich die Erfassung von Daten (umgangssprachlich auch Funketiketten genannt).

sollten Sie aber im Hinterkopf behalten…

Was halten sie von elektronischen Implantaten? Diskutieren Sie mit uns und hinterlassen Sie einen Kommentar…

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