Q3/2013 Amazon wächst weiter ohne Rücksicht auf Verluste

Erst Ende letzter Woche habe ich über die unterschiedlichen amazon Umsatz Angaben geschrieben. Mittlerweile wurden neue Umsatzzahlen von Amazon, für das dritte Quartal 2013, veröffentlicht.

„Es waren geschäftige Monate“, erklärte Gründer und Firmenchef Jeff Bezos am Donnerstag.

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rigoroser Expansionskurs von Amazon wird weiter eingehalten

Die Bekanntgabe von Amazons jüngsten Quartalsergebnissen folgte einem bekannten Muster:
Der Umsatz des weltgrößten Online-Händlers wuchs um 24 Prozent auf 17,1 Milliarden US-Dollar, unter dem Strich stand jedoch ein Verlust von 41 Millionen Dollar. Seit Jahren verfolgt Amazon unter der Führung von Jeff Bezos einen rigorosen Expansionskurs, bei dem langfristiges Wachstum als Unternehmensziel über allem steht.

Der Konzern, der sich seinen Namen ursprünglich als Versandhandel für Bücher, Videos und CDs machte, hat seinen Einflussbereich in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut und ist inzwischen Hardware-Hersteller, Cloud-Dienstleister und Online-Kaufhaus in einem.

Bemerkenswerterweise scheinen Amazons Aktionäre Bezos‘ Kurs uneingeschränkt mitzutragen: die Aktie des Unternehmens kennt seit Jahren nur den Weg nach oben. Mit einem Börsenwert von mehr als 150 Milliarden Dollar gehört Amazon mittlerweile zu den wertvollsten Unternehmen der Welt, und das obwohl der Konzern in den vergangenen fünf Jahren weniger Gewinn gemacht hat, als die Konkurrenten Google und Apple alleine im jüngsten Quartal.

Amazon rechnet im wichtigen Schlussquartal mit einem Umsatzzuwachs von bis zu 25 Prozent auf 26,5 Milliarden Dollar. Dabei kalkuliert der Konzern aber auch einen operativen Verlust von bis zu einer halben Milliarde Dollar ein. Zu den größten Rivalen zählen Ebay und der Einzelhandelsriese Wal-Mart. Um die Kosten besser in den Griff zu kriegen, hatte Amazon erst in dieser Woche die Schwelle für den Gratisversand im US-Heimatmarkt von 25 auf 35 Dollar pro Bestellung angehoben. Für Deutschland sei eine Anhebung der 20-Euro-Schwelle „derzeit nicht geplant“, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage.

Kiva Systems Roboter unterstützen Lageristen

Video: Kiva Systems Warehouse Automation at Quiet Logistics – wie sie auch von Amazon eingesetzt werden. Golem.de schrieb über den Einsatz der Lagerroboter:

Konzernchef Jeff Bezos berichtete, dass in drei Lagern, sogenannten Fullfillment Centern, 1.382 Kiva-Roboter in Betrieb genommen worden seien. Amazon hatte den Lagerroboterhersteller Kiva Systems im März 2012 für 775 Millionen US-Dollar übernommen. Die orangefarbenen Kiva-Roboter finden selbstständig die bestellten Waren, holen die passende Verpackung und bringen beides zum Lagerarbeiter.

Jeff Bezos profitiert persönlich vom Wachstum

Auch wenn das Unternehmen weiterhin Verluste schreibt, profitiert der Gründer und Inhaber Jeff Bezos dennoch stark von laufenden Geschäftsentwicklung, die FAZ schreibt:

Der Finanzdienstleister Bloomberg schätzt Jeff Bezos’ Vermögen auf 30 Milliarden Dollar, der Großteil davon steckt in Amazon-Anteilen. Und die neusten Geschäftszahlen ließen ihn noch reicher werden. Denn rasches Wachstum bei gleichzeitig sinkendem Verlust waren ein Grund zum Feiern für die Anleger. Nachbörslich stieg die Aktie um 8 Prozent auf einen neuen Höchststand von 358 Dollar. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit um 43 Prozent zugelegt.

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