Onlineshop Betreiber setzen auch nach Änderung der EU-Verbraucherrichtlinie auf kostenlose Retoure

Im Juni wurde eine neue EU-Verbraucherrichtlinie verabschiedet, die das Widerrufsrecht im Online-Handel neu geregelt hat. Wichtigster Punkt war die Möglichkeit die Kosten für die Retoure auf den Verbraucher abzuwälzen. Unabhängig vom Wert der Bestellung.

Großteil der Onlineshops setzt auf kostenlose Retoure

Doch 82 der 100 größten deutschen Online-Shops wie Amazon, notebooksbilliger.de, Conrad und Bonprix zahlen der großen Beliebtheit unter deutschen Verbrauchern Tribut und bieten auch sieben Wochen nach Inkrafttreten der Neuregelung weiterhin kostenfreie Warenrücksendungen an. Das ergab eine umfangreiche Recherche von deals.com, dem Portal für kostenlose Gutscheine und Rabatte.

Eine kostenlose Retoure ist bei den meisten Anbietern nur innerhalb der gesetzlichen Frist von 14 Tagen ab Erhalt der Ware und nach vorigem Widerruf möglich. Einige wenige Online-Händler, wie zum Beispiel Zalando oder kfzteile24, bieten ihren Kunden einen zusätzlichen Anreiz, indem sie die Widerrufsfrist auf bis zu 100 Tage verlängern. Bei ausgewählten Shops ist der kostenlose Rückversand an weitere Bedingungen, beispielsweise an einen bestimmten Bestellwert, gebunden. Ein genauer Blick in die AGBs der Shops schafft hier meist Klarheit.

„Indem Online-Shops die Rücksendekosten weiterhin übernehmen, gehen sie gezielt auf die Wünsche der Internetkäufer ein – und sie halten an einem wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem stationären Handel fest“, so Tobias Conrad, General Manager von deals.com. „Unsere Studienergebnisse zeigen, dass für rund die Hälfte der Deutschen die Möglichkeit zum kostenlosen Rückversand Online-Shopping überhaupt erst attraktiv macht.“

Grundsätzlich profitieren Multichannel Händler von der Möglichkeit ihre stationären Geschäfte in die Logistikkette einzubinden.Derzeit macht laut der Übersicht allerdings nur Thalia davon Gebrauch. Zwar wird kein kostenloser Rückversand angeboten, dafür können Kunden die Ware in einer nahe gelegenen Filiale abgeben.

Screenshot deals.com, 09.08.2014

Screenshot deals.com, 09.08.2014

Die Umfrage wurde von deals.com im April 2014 unter 1.000 deutschen Verbrauchern durchgeführt.

Retourenregelung unterscheidet sich branchenabhängig

Natürlich unterscheidet sich das Verhalten der Konsumenten, aber auch der Anbieter, abhängig von der jeweiligen Branche. 93 % der Käufer geben an, bereits einmal Mode & Bekleidung retourniert zu haben. 74 % sind es noch bei Schuhen und Accessoires. Dann fällt die Rate auf 48 % bei Elektronik und Unterhaltungstechnik zurück. Jedoch muss hier berücksichtigt werden, dass der komplette Fashion Sektor wesentlich höhere Margen, als der Tech-Bereich, verbuchen kann. Dementsprechend ist es auch zu erklären, dass die meisten Modeversender an der kostenlosen Retoure festhalten, während recht viel der Technik Anbieter dies nicht tun. So ist bei PEARL, Dell, HP, Norton, Handyshop.de oder Druckerzubehoer.de keine kostenfreie Rücksendung möglich. 33 von 34 abgefragten Modeunternehmen (u.a. Otto, Asos und Planet Sports) verzichten demnach auf Rücksendegebühren. Einzige Ausnahme ist der Kindermode-Shoppingclub Limango.

Über deals.com

deals.com bietet auf einer Plattform übersichtlich und tagesaktuell Gutscheine und Rabatte von über 1.800 Online-Händlern. Markenartikel aus zahlreichen Branchen wie Mode, Elektronik, Restaurants oder Reisen können mit Hilfe von Gutscheincodes, Rabattangeboten oder anderen Aktionen sofort günstiger erworben werden. deals.com ging im Mai 2012 an den Start und hat seinen Hauptsitz in Berlin. deals.com gehört zu RetailMeNot, Inc., dem weltweit größten Marktplatz für digitale Gutscheine. RetailMeNot, Inc. wurde 2009 in Austin, Texas (USA), gegründet und betreibt neben deals.com führende Gutscheinportale in den USA und Kanada (RetailMeNot), UK (VoucherCodes), den Niederlanden (Actiepagina) und Frankreich (Bons-de-Reduction, Poulpeo und ma-Reduc).

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