Kosmetik: Nur 1 der Top 10 Player mit eigenem Online Shop aktiv

In vielen Branchen gibt es schon seit langem den Trend, dass die Big Player nicht nur offline Flagship Stores oder hervorstechende Shop-In-Shop Konzepte realisieren, um ihre Markenwelten ins rechte Licht zu rücken. Die Januar-Ausgabe des ECC Markenmonitors zeigt nun, dass dies bei den Kosmetik Top 10 Herstellern offenbar online noch nicht so ist.

In der entsprechenden Meldung heißt es:
9 von 10 Körperpflege-Markenherstellern verzichten auf Online-Direktvertrieb.

Interessant oder? Dieser Zustand widerspricht eigentlich der Haltung vieler eCommerce Experten. Auch in meinem Gespräch mit Alexander Graf, zu der Situation im deutschen Handel aufgrund des Amazon Tsunami, sagte dieser:

Die Erkenntnisse sind trivial aber eindeutig. Entweder man ist in seiner Kategorie Kostenführer, relevanter Hersteller oder superagiler Nischenplayer. Beim Rest wird es schwer. […] Wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre ich am liebsten Premiumhersteller.

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Von den für die Januar-Ausgabe untersuchten Top Playern der Körperpflegebranche vertreibt einzig Nivea seine Waren online direkt an die Kunden.

Markenhersteller leiten Bestellung an Online-Händler weiter

Die Markenhersteller Olaz, L’Oréal, Dr. Best und Colgate sowie Bebe und Axe haben indes eine alternative Vertriebsform gewählt: Sie ermöglichen ihren Kunden die Bestellung über Online-Vertriebspartner – entweder direkt aus der Einzelproduktansicht heraus oder durch einen produktunspezifischen Hinweis auf ausgewählte Online-Händler.

„Mithilfe dieser alternativen Online-Vertriebsform können Hersteller ihr Umsatzpotenzial steigern, ohne einen eigenen, kostenintensiven Online-Direktvertrieb aufbauen zu müssen“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. „Vor allem für starke Marken mit geringer Sortimentsbreite und niedrigem Warenwert eröffnen sich hier Potenziale“ , erklärt Hudetz.

Kosmetik Hersteller vernachlässigen Multi-Channel Potential

Ferner offenbart der aktuelle ECC-Markenmonitor, dass alle zehn Körperpflegehersteller auf die Förderung ihres stationären Händlernetzes verzichten. Keiner der untersuchten Top Player der Branche stellt auf seiner Website Informationen über stationäre Händler, bei denen Kaufinteressenten die Markenprodukte in ihrer Nähe erwerben können, bereit. Kunden, die sich vor dem stationären Kauf gerne online über nahegelegene Verkaufsstellen informieren möchten, bieten die Hersteller-Websites also keinen Mehrwert. Dies scheint eine branchenspezifische Besonderheit im Bereich Körperpflege zu sein. Dass alle untersuchten Hersteller gänzlich auf die Händlernetzunterstützung verzichten, konnte im Jahr 2013 im Rahmen des ECC-Markenmonitors für keine andere Branche beobachtet werden.

„Vor dem Hintergrund der hohen Relevanz stationärer Handelsketten für die Distribution von FMCG-Artikeln sind die aktuellen Ergebnisse erstaunlich. Selbst in TV-Spots zu Produkteinführungen der Hersteller finden sich immer wieder Verweise auf Handelsketten. Warum dieses Potenzial online verspielt und im Kontext der mobilen Internetnutzung nicht konsequent verlängert wird, kann ich mir nicht erklären“, so Markus Röse, Leiter Business Development der Commerce Connector GmbH.

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Über den ECC-Markenmonitor

Der ECC-Markenmonitor untersucht, inwieweit Markenhersteller einerseits ihr Händlernetz durch Promotion auf ihrer Marken-Website unterstützen und inwieweit sie andererseits ihre Produkte über einen eigenen Online-Shop vertreiben. Hierfür werden zwölf ausgewählte E-Commerce-Branchen analysiert, wobei jeweils zehn Top Player in die Analyse einbezogen werden. Die Ergebnisse der Analyse ermöglichen eine grobe branchenspezifische Eingliederung der Markenhersteller in ein Portfolio.

Weitere Branchenauswertungen des ECC-Markenmonitors finden Sie unter: http://www.ecckoeln.de/News/ECC-Monitor-Markenhersteller?pid=3 

Über Commerce Connector

Commerce Connector LogoDie Commerce Connector GmbH mit Sitz in Stuttgart ist Ansprechpartner für Markenhersteller, in allen Fragen rund um die erfolgreiche Umsetzung von E-Commerce Lösungen mit dem Fokus auf Handelsintegration. Das Ziel dabei ist, Interessenten von der Markenwebsite zum Kauf bei den Handelspartnern zu führen – online sowie offline. Durch die direkte Verlinkung von Herstellerwebsites und Online-Shops hat sich Commerce Connector in den letzten Jahren zu einem der größten Netzwerke von Markenherstellern und Onlinehändlern in Europa entwickelt. Neben der „Online kaufen“ Funktion, die Commerce Connector Online bietet, erfahren Endkunden über die hochwertigen Bezugsquellenverzeichnisse in Commerce Connector Local, wo sie Produkte stationär erwerben können.

Weitere Informationen unter www.commerce-connector.com

Zu den Kunden von Commerce Connector gehören namhafte Markenhersteller, wie:

  • L’Oréal Paris
  • Compo Blumenerde
  • Tefal
  • Hanwag
  • Fjäll Raven
  • Esselte
  • BIC
  • um nur ein paar zu nennen

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