Kennzahlen 2013 zum eCommerce in Polen

Der elektronische Handel in Polen kommt immer noch einer grünen Insel gleich. 55 % der polnischen Unternehmen gaben an, dass die Umsätze im letzten Jahr gestiegen sind und über 70 % erwarten auch für die nächsten 12 Monate ein weiteres Wachstum. Alle Trends für den polnischen eCommerce zeigen somit in die richtige Richtung, dennoch dürfen vorhandene Hemmnisse nicht außer acht gelassen werden.

CubeResearch Studie zum eCommerce in Polen

Basierend auf einer CubeResearch Studie, zwischen Mai und Juni 2013, sind die 5 größten Hürden für den E-Commerce in Polen:

  1. Steuern und hohe öffentliche Gebühren (71 %)
  2. unklare und uneinheitliche Gesetzgebung (61 %)
  3. die aktuelle ökonomische Gesamtsituation (55 %)
  4. Personalkosten (47 %)
  5. unfaire Wettbewerbssituationen (41 %)

Für Betreiber von Online Shops sind dies nicht die einzigen Probleme. Der Wettbewerb auf den virtuellen Märkten steigt permanent, die Kapitalbeschaffung für die Weiterentwicklung der Webshops gestaltet sich schwierig und gegenüber dem Endverbraucher muss Überzeugungsarbeit in puncto Sicherheit und Attraktivität im Online Shopping geleistet werden. Folglich steht der polnische eCommerce Markt vor großen Herausforderungen. Unterteilt man dennoch den polnischen Markt in bestimmte Segmente, lässt sich erkennen, dass dieser zu 41 % von den „Eroberern“ dominiert wird – Händler die ihren e-Shop als Marktführer ausbauen wollen. Sie werden dicht gefolgt von den „Active Owners“ (28 % Marktanteil), die sich auf ihr bereits vorhandenes Wissen und Knowledge verlassen. Mit 22 % Marktanteil folgen als Drittes die „Follower“, die sich auf bisherige Geschäftsmodelle verlassen.

Und wie könnte man das persönliche Profil von Unternehmern, die ihre Stellung im Markt auf Basis von e-Shops aufbauen, skizzieren? Untersuchungen zeigen, dass e-Stores Inhaber mutig, ambitioniert und widerstandsfähig gegenüber Fehlern sind, für sie stellt ihr Unternehmen eine echte Leidenschaft dar. Die große Mehrheit der Besitzer erklärt, dass sie eine klare Vision für den Onlineshop hat und sehr darauf achtet angemessen auf Marktveränderungen, aufgrund instabiler Bedingungen, zu reagieren (66 %). Hauptsächlich stützen sie sich dabei auf die Preisstrategie, die entgegen dem Anschein, positive Ergebnisse erzielt.

Laut der Studie sind die am meisten von den Shop Betreibern genutzten Mittel, um die strategischen Ziele zu erreichen, Finanzanalysen (49 %), Wettbewerbsanalysen (47 %) und Marketingstrategien (41 %). Nur ein Fünftel der Stores untersucht Kundenzufriedenheit und -bindung. Die letzten Angaben überraschen, weil Unternehmer, die nach ihren Prioritäten gefragt wurden, gleichzeitig angaben in erster Linie (80 %) neue Kunden gewinnen zu wollen und erst dann (55 %) maximale Umsatzerlöse.

Wendet man den Blick den Finanzen zu, bewertet jeder zweite Online Shop seine finanzielle Lage positiv, bei jedem dritten Händler bewegen sich die monatlichen Einnahmen zwischen 10.000 und 50.000 Polnische Zloty (PLN), jeder Fünfte erzielt bis zu 100.000 PLN – 100.000 PLN sind umgerechnet knapp 25.000 Euro.

Alle Angaben im Text stammen von einer Befragung an der 463 ausgewählte Stores, von über 9000 Online Shops, teilnahmen.

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