Individualisierte Paketbeilagen mit „Target Packaging“ von Adnymics

„Mit individualisierten Paketbeilagen bringen wir den Geschmack des Kunden direkt ins Paket.“ Wie das geht möchte ich in einem Artikel über das Münchner Start-Up Adnymics vorstellen.

Target Packaging von Adnymics erklärt

Wie das Target Packaging funktioniert zeigt der nachfolgende Erklärfilm:

„Die Beileger werden just-in-time gedruckt. Das Drucksystem inklusive Druckhardware stellen wir ebenso, es wird im Lager oder beim Fullfilment-Dienstleister aufgestellt“, so der 27-jährige CEO Dominik Romer, der aus dem Allgäu stammt und seit seinem achtzehnten Lebensjahr Unternehmer ist.

So profitiert Ihr Online-Shop von Target Packaging

Adnymics Target Packaging

Quelle: Adnymics

Aktuelle Referenzkunden sind: Ambientedirect.com, Tausendkind.de, Docdata, KARE, Found4You

Gut zu wissen für Onlinehändler

Kosten:

  • Einmalige Einrichtungsgebühr, monatliche Grundgebühr, Kosten pro gedrucktem Beileger
  • Preise hängen von der Versandleistung ab und werden je nach Integrationsaufwand, Anzahl der benötigten Druckmaschinen und Art des Paketbeilegers individuell berechnet

Wie erfolgt die Generierung der Produktempfehlungen, die später auf den Flyern aufgedruckt werden?

Daniel Kirin, Head of Marketing: Die Produktempfehlungen werden auf verschiedene Arten generiert. Zunächst kann unser Kunde definieren gewisse Angebote in der Broschüre zu platzieren für seine Bestseller oder Sonderangebote. Ebenso kann bei Bestellung gewisser Produkte (z.B. Rotwein) ein von unserem Kunden erstellter redaktioneller Content eingebunden werden, der dazu passt (Infos zum Weinanbaugebiet etc.).

Der Rest wird generiert anhand bspw. der Verweildauer des Endkunden auf einer Produktseite, der Klickzahl, ob er es schonmal im Warenkorb hatte, anhand seiner Interessen aus der Historie oder generiert mittels Collaborative Filtering, d.h. ein Querabgleich wird gemacht, was Kunden ähnlicher Interessen, Alters etc. bestellt hatten, oder auch was sie zusätzlich gekauft haben, wenn sie denselben Artikel bestellt/angeschaut haben etc.

Unsere Kunden können auch gewisse Rahmenbedingungen definieren, d.h. wenn der Endkunde aus Kategorie A bestellt, werden nur noch Artikel anderer Kategorien vorgeschlagen, oder explizit Artikel der Kategorie B bis D. Ebenso gibt es Kriterien die einfließen, wie der Lagerbestand, die Marge, ob es schon anderen Kunden empfohlen wurde etc.

Wie sieht die Anbindung an die interne Infrastruktur der Händler aus? Habt ihr Schnittstellen zu gängigen ERP / Shop-Systemen oder wird dies individuell gelöst?

Daniel Kirin: Unsere eigens entwickelte Recommendation Engine wird ähnlich wie bei Google Analytics über ein JavaScript-Snippet im Online-Shop integriert. Darüber hinaus binden wir an das ERP-System und PIM , MAM und CRM an, falls vorhanden. Zu den gängigen ERP/Shopsystemen haben wir bereits Schnittstellen entwickelt, die wir aber auch individuell auf die Kundenanforderungen anpassen können. Neben der Einbindung in die Software-Infrastruktur wird unser Drucksystem, das aus einer oder auch mehreren Druckmaschinen bestehen kann in der Logistik des Händlers in die Pick- bzw. Packprozesse integriert um einen just-in-time Druck zu gewährleisten.

Wie lange dauert in der Regel die Einbindung eures Systems, wenn ein Händler mit euch starten möchte?

Daniel Kirin: Im Regelfall ist unser System innerhalb von 2 Wochen betriebsbereit und die individuellen Beileger können schon in die Pakete gelegt werden.

Gibt es eine vertragliche Mindestlaufzeit oder Testphase für die Kunden?

Daniel Kirin: Wir bieten interessierten Online-Shops eine Testphase von 6 Monaten an, in der Sie sich von unserem System überzeugen können. Bisher konnten wir in allen Fällen unsere Testkunden überzeugen und auch weiter als Kunden behalten.

Die Adnymics Gründerstory

Dominik Romer gründete, im September 2014, das Unternehmen mit seinem ehemaligen Schulkameraden Florian Kaufmann. Mittlerweile gehören zu dem Team um den dritten Gründer Dr. Markus Grimm über 10 Mitarbeiter. Neben München gibt es seit kurzem auch einen Sitz in Berlin, der pulsierenden E-Commerce Hauptstadt Deutschlands.

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Die Adnymics Gründer Dominik Romer, Florian Kaufmann, Dr. Markus Grimm.

Daniel Kirin zu den Wachstumsplänen: „Wir möchten im Laufe dieses Jahres unser System vor allem im DACH-Raum noch mehr verbreiten.  Da wir auch schon einige Kundenanfragen aus weiteren europäischen Ländern  haben, machen wir uns bereits Gedanken zur Internationalisierung, mit der im Laufe des nächsten Jahres beginnen möchten.“

Für sein Geschäftsmodell erhielt das junge Startup den Druck und Medien Award in der Kategorie „Innovativstes Unternehmen des Jahres 2015“. Bis August 2015 wurde Adnymics durch das Exist-Programm, sowie das Strascheg Center for Entrepreneurship gefördert. Zudem konnte bereits in einer Pre-Seed-Phase ein sechsstelliges Angel-Investment abgeschlossen werden.

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