Hewlett Packard fliegt nach 16 Jahren aus dem Dow Jones Index

Die Krise der klassischen Computer Hardware Hersteller spiegelt sich in dem Rauswurf von Hewlett Packard aus dem Dow Jones wieder. Hewlett-Packard macht der Wandel der Computerbranche hin zu Tablets und Smartphones zu schaffen.

Der Indexbetreiber S&P Dow Jones Indices, eine Tochter des Finanzdienstleisters McGraw-Hill Financial, begründete das Ausscheiden des Konzerns am Dienstag mit seinen vergleichsweise niedrigen Aktienkursen.

Börsenindizes geben einen Überblick über die Entwicklung an den Finanzmärkten. Der Dow Jones Index repräsentiert die 30 wichtigsten US amerikanischen Unternehmen, die an der Wall Street notiert sind. Berechnet wird er, anders als der Dax, ohne Dividenden, Bezugsrechte oder Sonderzahlungen. Damit ist er ein reiner preisgewichteter Index. Neben dem Image, das eine Listung mit sich bringt, kann ein De-Listing auch zu starken Investitionsveränderungen führen. Viele institutionelle Investoren, wie etwa Aktienfonds, haben gewisse Vorgaben, wie sich ihr Portfolio zusammen setzen darf, z.B. nur in Aktien, die in einem bestimmten Index vertreten sind. Die neue Zusammensetzung wird am 23. Setpember erstmals für den Dow Jones berechnet. Häufig passen Investoren aber schon ab dem Zeitpunkt der Indexveränderung entsprechend an. Veränderungen in der Indexzusammensetzung wirken sich nicht auf auf den Indexlevel selbst aus. Der Dow notiert aktuell über 15100 Punkten und ist somit nicht weit weit von seinem Allzeithoch entfernt.

Es handele sich um den größten Umbau seit fast zehn Jahren, merkte das „Wall Street Journal“ an. Zum gleichen Zeitpunkt gibt es auch ein Stühlerücken in manchen deutschen Indizes. So kommen der Privatsender RTL, die Chemiefirma Evonik und der Lichtspezialist Osram neu in den MDax für mittelgroße Werte, den unter anderem der Sportartikel-Hersteller Puma verlässt.

schlechte Kursentwicklung der Hewlett Packard Aktie ausschlaggebend

Auch wenn sich die HP Aktie im letzten Jahr leicht erholen konnte, verbuchte sie innerhalb der letzten 5 Jahre einen Einbruch um etwa 50 %. Nach HP verbleiben im Dow noch die Technikriesen IBM, Cisco Systems, AT & T, Microsoft und Verizon.

Gegenüber AllThingsD äußerte sich ein Hewlett Packard folgendermaßen:

HP remains confident that we are making progress in our turnaround. We have delivered financial performance in line with or better than our expectations throughout this fiscal year, and remain focused on delivering shareholder value. We are already seeing significant improvement in our operations, we are successfully rebuilding our balance sheet, our cost structure is more closely aligned with our revenue and we have reignited innovation at HP.

Mehr Informationen zur Hewlett Packard Aktie finden Sie hier.

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