Dreamforce14 oder was Träumen mit perfektem CRM zu tun hat

Mitte Oktober, strahlendes Wetter in San Francisco und trotzdem haben 145.000 Menschen nichts Besseres zu tun, als eine Konferenz zu besuchen? Erstaunlich, was Salesforce schafft. Was also steht dahinter?

Ein persönlich gefärbter Bericht DER Veranstaltung, knapp zwei Wochen nach Oracles Open World – die aber völlig anders war laut Teilnehmern.

Die Dreamforce14 Plaza bei Nacht. Quelle: Salesforce

Die Dreamforce14 Plaza bei Nacht. Quelle: Salesforce

San Francisco im Event-Modus

Was ist die Dreamforce eigentlich, für die schon Monate vorher die Werbetrommel gerührt wurde? Etliche Anreize (Verlosung kostenloser Eintritte, Special-Einladungen und Blogposts ohne Ende und – ich nehme mal an – etliche Mailings und Nachrichten im Salesforce-eigenen Community-System) brachten auch deutsche Kunden in die Metropole Kaliforniens. Um was genau zu tun? Party zu feiern? Modern Woodstook oder sowas zu haben? Nein, ja – nicht ganz. In allererster Linie war es eine Messe mit exorbitantem Konferenzprogramm. Und zwar von und mit allen, die mit Salesforce Geschäfte machen. Die Deutsche Telekom war ebenso dabei wie Coca Cola oder Microsoft. Aber auch alle anderen, die auf Basis von Salesforce Open Source Tools und Services entwickelt haben, die Customer Relationship Management für alles und jeden mit Salesforce (auch dem neuesten Produkt Salesforce1) ermöglichen. Und nebenbei eine einzigartige Unternehmensfeier von und für Salesforce.

„Are we great? Yes we are“

Marc Benioff begrüßt Hilary Clinton und Klaus Schwab. Quelle: Salesforce

Marc Benioff begrüßt Hillary Clinton und Klaus Schwab. Quelle: Salesforce

Kaum eine Gelegenheit hat Marc Benioff ausgelassen, um das Unternehmen social und eco zu positionieren. 1 Million “canned meals“ sammelte er bei den Besuchern als Spende ein, um es gemeinsam mit Tony Robbins auf 3 Millionen aufzustocken. Eine grandios vorbereitete und in ihrer Bühnenrede auf das Unternehmen eigehende Hillary Rodham Clinton stellte das Spendenprogramm für Bücher für Kinder vor, bei dem auch wieder Salesforce CEO tatkräftig mitwirkte und den Rahmen sowie entsprechende Mittel (durch die Foundation) spendete. Im ökologisch fortschrittlichen Bundesstaat Kalifornien darf natürlich auch eine „Energiewende Jetzt“ Aktion nicht fehlen – zu der eigens der ehemalige Vizepräsident der USA Al Gore einen durchaus aufrüttelnden Vortrag hielt. Mit dem Nebeneffekt – man ahnt es schon – Salesforce als ein nachhaltig wirtschaftendes und ökologisch agierendes Unternehmen zu loben. In dieses Lied stimmte auch Motivations-Hero Tony Robbins ein, der in einem vollbesetzten Saal drei Stunden den Salesforce-ianern einheizen durfte – mit exakt nach 45 Minuten der ersten bewegenden Mitmachaktivität. Das gab mir Gelegenheit, den Saal dann doch zu verlassen – Verzeihung, that isn’t my lifestyle, ich bin ja auch kein „Verkäufer“.

All about Salesforce

Neben den eigenen Präsentationen auf verschiedenen Bühnen, Hands-on-Workshops und Podiumsdiskussionen faszinierten die Messeräume. Ein kurzes vine gibt einen kleinen Eindruck davon, wie es dort abging – fühlte mich an die CeBit von vor 20 Jahren oder so erinnert.

Organisiert jedoch war die gesamte Veranstaltung wie es sich für einen perfekten CRM-Anbieter gehört: Kein Standbesuch ohne Scan, dafür Goodies und Gewinnchancen allerorten… Und die ersten Mails nach Ende der Messe erreichten mich – unter anderem sogar teilweise auf Deutsch, bereits am Wochenende… Was allerdings eine Flut von „unsubscribe“-Aktivitäten bei mir auslöste. Naja, man kann nicht alles haben. Doch wenn ich mir vorstelle, dass die Kontaktaufnahme bei allen Kunden so funktioniert, ist die Power der Salesforce-Tools echt bemerkenswert. Vorausgesetzt, alle Nutzer beherrschen dies. Und ja, ich wurde sogar mit den Themen, über die ich mich mit den Mitarbeitern der Austeller unterhalten hatte, adressiert! Hut ab. Als nicht selber Nutzer einer Salesforce-Lösung habe ich mich beim viertägigen Event großzügig an die spannenden Keynotes gehalten und wurde nicht enttäuscht. (außer einmal, siehe oben, was mir einfach zu amerikanisch war…) Neben den schon zuvor genannten Rednern kam ich auch in den Genuss der exklusiven Ankündigung der Kooperation mit Microsoft, bei der Tony Prophet die gemeinsame Zukunft der Integrationen von Salesforce1 (SF1) Windows, Salesforce for Office und Power BI for Office 365 sowie Integrationen von Excel in Salesforce bekannt gab.

Listen and wear

Aber auch Produktneuheiten außerhalb der SF oder SF1 Welt fanden ihren Platz auf der Bühne: Neil Young beispielsweise durfte seinen Musik-Player Pono vorstellen, der auch für Nicht-Internet-Generationen als Musiksammlung für re-masterte Originalversionen dienen soll. Das Digitalisieren der Aufnahmen in besserer Qualität als mp3 ist eine tolle Sache, alleine dass es jemals wieder so etwas wie den ersten Walkman geben kann, bezweifle ich, auch der iPod hat es nicht geschafft.

Will.i.am stellt sein neues Wearable PULS vor. Quelle: Salesforce.

Will.i.am stellt sein neues Wearable PULS vor. Quelle: Salesforce.

Ebenfalls mit erstem Prototyp und großer Bühnenschow stand Will.I.am einen Tag später im Mittelpunkt. Sein Unternehmen will ein anderes Wearable, Puls+ genannt, produzieren – das mehr ist, als eine moderne Fußfessel am Arm getragen ( Ich wurde die Vorstellung nicht los, während des gesamten Vortrags – auch, wenn es sogar Glitzerhüllen und kolorierte Ansteckvariationen geben wird). Die Feautures jedenfalls versprechen, dass es nicht einfach die X-te Watch ist, die vom Handy Befehle und Signale empfängt.Will.I.am hat sogar schon die ersten Mobilfunkanbieter-Verträge in den USA und Großbritannien in der Tasche mit AT+T und Telefonica/O2, denn das Armband ist alles in einem, es braucht kein Mobiltelefon in der Tasche mehr.

Bruno Mars performt auf der Dreamforce14. Quelle: Salesforce

Bruno Mars performt auf der Dreamforce14. Quelle: Salesforce

Weniger Woodstock, dafür Floating the City

Natürlich war auch das Rahmenprogramm beeindruckend – wobei es vor allem für die gut Hunderttausende, die sich zum Teil eben auch nur virtuell aus ihren Teams oder gemeinsamen Aktivitäten kannten, eine riesige Garten-Party über 4 Tage mit bestem kalifornischem Wetter war. Egal zu welcher Zeit man unterwegs war, die Hauptstraßen und Verbindungsstrecken der aus Platzgründen auf mehrere Orte verteilten Konferenz ( unter anderem auch in einem Kino!) waren immer gefüllt mit Salesforce-Badget-Trägern. Natürlich auch am Open-Air-Konzertabend mit Cake ( im Gebäude) und Bruno Mars auf dem Civic Centre Platz – wo auch Schülerinnen und Schüler, durch die Foundation eingeladen, als Gäste dabei waren. (Warum ich das weiß? selbstverständlich weil ich da war und von einer jungen Amerikanerin angesprochen wurde, ob ich Lehrerin sei… wir haben trotzdem ein bisschen geplaudert).

Nach der Dreamforce ist Dreamforce2you in Germany

Das besondere an dieser Company ist vielleicht, dass sie genau weiß, was sie ihren Kunden anbieten muss: Nämlich nicht nur ein solches Mega-Event in San Francisco, sondern auch den daheimgebliebenen die Highlights hier vor Ort. Darum ist nach der Dreamforce auch vor der Dreamforce2you. Und ich kann ohne Reue darauf verweisen, dass die Highlight der Veranstaltung durch Deutschland touren und ich meinen Erlebnisbericht hier enden lasse. Denn Joachim Schreiner wird zu Recht auf dem Dreamforceblog zitiert auf die Frage von Meike Leopold: „What’s in it for me bei der ‚Dreamforce 2you‘, also mal investigativ gefragt: Muss man da unbedingt hin? Reicht es nicht, wenn ich mir paar Videos von der echten Dreamforce anschaue?“ Seine Antwort lautete: „Diese Frage meinst Du jetzt nicht ernst, oder? Klar muss man da hin! Denn allein vom Video gucken kriegst Du kein Dreamforce Feeling mit. Das funktioniert nur live und in Farbe! Cheers!“ – Und ja, Recht hat er. Ich kann das bestätigen, ich war schließlich dort… der erste Termin ist leider schon am 3.11. in Hamburg – die Übersicht gibt es auf dem Blog.

Um das Event Feeling exemplarisch zu zeigen, hier eine Storify Zusammenfassung von Tag 2.

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