Die Highlights der insideAR 2014: Medizin, Handel, eCommerce

Die letzten beiden Tage haben wir ausführlich von der insideAR 2014, Augmented Reality Konferenz, aus der kleinen Olympiahalle, in München, berichtet. Hier die Highlights.

Nachdem unsere beiden Liveblogs von Tag 1 und Tag 2 zusammen auf fast 200 Updates kommen ist es wahrlich nicht leicht Highlights auszumachen. Dennoch will ich es versuchen, für die Leser, die sich schnell einen Überblick verschaffen wollen.

Verbesserte Sensoren übertrumpfen Wearables

Ohnehin hat wohl niemand den Launch von neuen Wearables erwartet. Ob der bevorstehenden Apple Watch und der immer noch präsenten Datenbrillen, rund um Google Glass, hätte ich aber mehr Neuigkeiten aus diesem Sektor angenommen.

Der erste Tag drehte sich aber meines Erachtens ganz klar um verbesserte Sensortechnik. Diese wird benötigt und ist Grundvoraussetzung, um unter schwierigen äußeren Bedingungen, wie Regen oder Schnee, sowie wechselnden Lichtverhältnissen ein zuverlässiges und sauberes Tracking zu ermöglichen.

Intel stellte eine Reihe von neuen 3D Kameras vor. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis diese in der breiten Masse an Notebooks, Desktops und Mobile Devices verbaut werden. Für die Anwendung der Thermal Touch Technologie, die anhand der Wärmesignatur von Berührungen äußerst interessante Anwendungen erlaubt, braucht es sogar noch weiter entwickelte Kameras.

Augmented Reality Anwendungen für den Handel

In der Metaio Keynote zu Beginn der insideAR 2014 wurde eins gleich klar. Praktische Anwendungen, gerade für den Handel, rücken immer mehr ins Blickfeld. Da war die Rede von Reduzierung der Retourenquote, verbessertem Kundenerlebnis beim Einkauf, Körperscanner und Gesichtserkennung.

Auch am zweiten Tag gab es eine beeindruckende Session der Tesco Werbeagentur. Hannes Schleeh hat Andy Wise von Engine Creative interviewt.

Eine eigens für Tesco entwickelte AR App wurde bereits über 100.000 mal herunter geladen. Tesco setzt Augmented Reality auf verschiedene Weise ein:

  • Gamification Elemente
  • Augmentation von Katalogen und Prospekten
  • In-Store Informationen und Auslieferung von mehrwertigen Inhalten

Tesco : Home Book Augmented Reality publishing from Engine Creative on Vimeo.

Squeezing as much content as possible into retail catalogues has long been high on the list of brands looking to maximise the impact of this key selling tool. Tesco has gone one step further in the latest edition of their Home Book catalogue by using Augmented Reality (AR) to deliver product information to consumers in creative and engaging ways.

From the interactive front cover complete with 3D products and buy links to the playful toys spread complete with a flying rocket, AR is used to creatively showcase the best features of the products.

The Home Book also includes a cushion visualiser which enables shoppers to see how Tesco’s range of soft furnishing will look in their home. This type of functional use of AR encourages shoppers to Discover More throughout the catalogue, providing them with the perfect digital companion to the traditional printed catalogue.

Self Cyborgization und Embedding schreiten voran

Zu Beginn des zweiten Konferenztages gab es einige visionäre Gedanken zur Zukunft der technischen Entwicklung. Rohit Talwar knüpfte hier an die Gedanken von Luke Robert Mason aus dem letzten Jahr an. Computertechnologie wird immer mehr von außerhalb des Körpers in diesen hinein wandern. Bereits jetzt gibt es Menschen, die sich Hardware implantieren lassen, um körperliche Funktionen zu verbessern oder diese zumindest mit Maschinen zu verbinden.

Der Grat zwischen z.B. medizinischem Nutzen und futuristischem Schreckensszenario ist hier ein sehr feiner und gerade dieses Feld bedarf sicherlich noch einiger Diskussionen und Aufklärung. Aufzuhalten ist die Entwicklung wohl nicht. Die treibenden Kräfte sind hier das Militär und die Sexindustrie. Als Beispiele für die Anwendung wurde z.B. der Konsum von Alkohol und Drogen genannt. Man könnte die entsprechenden Gehirnareale stimulieren, die gleichen Gefühle und Emotionen hervorrufen, wie beim physischen Genuss, aber ohne die Nebenwirkungen.

Wie gesagt, wo der Nutzen für den Einzelnen liegt, wo wir uns der Entmenschlichung und Maschinisierung nähern, liegt hier eng beieinander.

Augmented Reality in der Medizin

Dr. Kavin Andi, St George’s Hospital and Medical School, University of London, hat heute sicherlich dem ein oder anderen Zuhörer den Appetit verdorben, aber den Einsatz und Nutzen von Augmented in der plastischen Chirurgie extrem anschaulich beschrieben.

So zeigte er anhand vieler Bilder wie Augmented Reality bei Tumor und Krebspatienten Operationen und Gesichtskonstruktionen vorbereiten und unterstützen kann.

Auch mit Kavin Andi hat Hannes Schleeh bereits ein Interview geführt:

Hier weiterführende Links:

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