Die German StartUps Group gibt höheren Gewinn bekannt

Die German StartUps Group hat ja zuletzt reihenweise schlechte Presse bekommen, bis dahin, dass der geplante IPO abgesagt wurde, bzw. auf unbestimmte Zeit verschoben. Am Montag wurden nun Geschäftszahlen zum abgelaufenen ersten Halbjahr 2015 veröffentlicht. Ob diese für eine Beruhigung der Diskussion sorgen, ist eher fraglich.

Offizielle Geschäftszahlen der German Startups Group

Zunächst die offizielle Pressemitteilung in Auszügen:

  • Netto-Konzerngewinn von 2,0 Mio. Euro bzw. 0,30 Euro pro Aktie, annualisierte Eigenkapitalrendite von 25% p.a. im ersten Halbjahr 2015
  • Jährliche Brutto-Performance des durchschnittlich in Beteiligungen investierten Kapitals im Gesamtzeitraum seit Mitte 2012 bis 30.06.2015 von 33% p.a.

Zum Vergleich: Im gesamten Geschäftsjahr 2014 wurde ein Gewinn von 1,4 Millionen Euro erzielt.

Weiter heißt es:

„Die positive Wertentwicklung wurde von breiten Teilen des Portfolios getragen. Von den 24 für die Gesellschaft wesentlichen Minderheitsbeteiligungen an operativ tätigen Unternehmen, die zusammen 94,3% des Werts aller 41 aktiven Minderheitsbeteiligungen ausmachen, verzeichneten 14 im ersten Halbjahr 2015 einen Wertzuwachs. Zur Bewertung der Beteiligungen des Konzerns per 30. Juni 2015 wurden bei 21 der 24 für die Gesellschaft wesentlichen Minderheitsbeteiligungen an aktiven Portfoliounternehmen fremdobjektivierte Anteilspreise angesetzt, also solche Preise, die fremde Dritte zuletzt für die gleichen oder äquivalenten Anteile bezahlt haben. In zwei Fällen ermittelt die Gesellschaft den Fair Value der Beteiligungen aus fremdobjektivierten Preisen und von der Gesellschaft als fair erachteten Anschaffungspreisen, nur in einem Fall war keine Fremdobjektivierung verfügbar, sodass eine andere anerkannte Bewertungsmethode angewendet wurde.“

Alex Hofmann merkt dazu auf Gründerszene an:

Zu beachten gilt dabei allerdings, dass Höherbewertungen nur eine Vorwegnahme möglicher späterer Erträge darstellen. Oder anders formuliert: Solange die einzelnen Buchgewinne nicht durch einen Exit zu einem konkreten Erlöszufluss führen, können sie nicht zum Bezahlen von Rechnungen benutzt werden. Das muss mit dem von den Aktionären in bar eingezahlten Kapital geschehen.

Das ganze erscheint mir noch wenig transparent und nachvollziehbar.

Einen faden Beigeschmack zu dem Ganzen liefern recht aggressive Kommentare und Spitzen von Gründer und CEO Christoph Gerlinger zu einem Artikel, der auf Gründerszene erschienen ist. Dort greift er auch offensiv Excitingcommerce, bzw. Jochen Krisch mit dessen Plänen zu einem eigenen Investmentfonds an.

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