Augmented Reality: Google kauft Word Lens Makers App

Google gab heute bekannt, dass es Quest Visual, das Start-Up, am meisten bekannt für seine Augmented Reality App Word Lens Translator gekauft hat. Die für Android, iOS und Glass erhältliche App übersetzt einen mit dem Kameraauge eingefangenen Text in eine andere Sprache, was zum Beispiel beim Verständnis fremdsprachiger Speisekarten oder Straßenschilder hilfreich sein kann.

Was die App leisten kann zeigt folgendes Video:

Nicht zuletzt wegen der Neuigkeit bereits 4,7 Millionen mal aufgerufen.

Logo der Word Lens App für iOS, Android und Glass

Logo der Word Lens App für iOS, Android und Glass

Die sonst kostenpflichtige App wird vorübergehend kostenlos zur Verfügung stehen – solange bis die Transaktion und Integration mit Google abgeschlossen ist. Wer daran interessiert ist, sollte also schnell zuschlagen. Das Angebot gilt offenbar für Google Play, Google Glass und Apple´s App Store. Möglicherweise deutet es aber auch daraufhin, dass das Ende für die alleinstehende App gekommen ist.

Nachdem Google Translate bereits zum Standard bei kostenlosen Übersetzungs Tools geworden ist, wird mit diesem Schritt die Position auch im mobilen Sektor erheblich verbessert. Die Mitarbeiter von Quest-Visual sollen vollständig in das Google Translate Team integriert werden.

Google erreicht mit dem Schritt gleich mehrere Ziele:

  • Referenz-App für Google Glass
  • Die App zeigt anschaulich den Nutzen von Google Glass für den Endverbraucher

gigaom blickt in die Zukunft und zeigt eine Kombination von Hardware Geräten, die mit Hilfe der passenden Software Simultanübersetzung ermöglichen könnte:

Think of advancements such as the “always listening” feature of the Moto X, for instance. If you add that to an Android Wear watch like the LG G Watch or Moto 360, Google could listen for speech in a foreign language and translate to speech or on screen.

Quest Visual wurde von dem Video Game Entwickler Otavio Good 2009 gegründet. Word Lens 1.0 wurde im Dezember 2010 für iOS veröffentlicht. Im Juli 2012 folgte eine Android Version und schließlich im November 2013 eine für Google Glass.

Wie üblich hält sich Google zu dem Kaufpreis bedeckt und bestätigt bisher keine Summe.

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