5 Eckpunkte zum Einkaufsverhalten der Smart Natives

Gestern habe ich über ein aktuelles Whitepaper des ECC Köln in Zusammenarbeit mit hybris berichtet, das zeigt: Ein Viertel der Smart Natives sind begeisterte Online-Shopper und kaufen am liebsten im Internet ein. Heute folgt eine Vertiefung der Studie mit den 5 Eckpunkten zum Einkaufsverhalten.

Wer sind eigentlich Smart Natives?

Hierbei handelt es sich um junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren, die ein Smartphone besitzen und dieses täglich nutzen. Sie sind mit dem Internet und digitaler Kommunikation aufgewachsen und zeigen als „Early Adopter“ häufig das zukünftige Verhalten der Bevölkerung auf. Der strategische Think Tank trendbüro.com definiert:

Den Smart-Native kennzeichnet seine hohe Nutzungsintensität, Technik­ und Webaffinität. Die Bedienung seines Smartphones geht ihm leicht von der Hand, und er integriert das dem mobilen Internet innewohnende Potenzial bereits gewinnbringend in seinen Alltag. Fast täglich ruft er „on the go“ nützliche Informationen ab oder füllt mit Online-Entertainment seine Leerlaufzeiten. Dieser Typ ist überdurchschnittlich gebildet, berufstätig, jung und besitzt ein iPhone. Natives finden online immer, was sie gerade brauchen, und verwenden das mobile Web besonders gern in seiner appbasierten Form. Smart Natives möchten nicht mehr auf den mobilen Mehrwert verzichten müssen.

Die häufige Praxisanwendung macht den Native überdurchschnittlich kritisch gegenüber der Übertragungsgeschwindigkeit und der Optimierung mobiler Web-Angebote. Jedoch sind 99% von den Vorteilen des mobilen Internets überzeugt.

5 Eckpunkte zum Einkaufsverhalten der Smart Natives

  1. Das Smartphone ist überlebenswichtig.
    Der überwiegende Teil der Smart Natives pflegt eine sehr persönliche Beziehung zu iPhone, Samsung Galaxy und Co.
  2. Der Online-Kauf ist eine Selbstverständlichkeit …
    Ein Viertel der Smart Natives ist begeisterter Online-Shopper und bestellt Produkte am liebsten im Internet.
  3. … doch Online-Shops werden Geschäfte nicht ersetzen.
    Der Großteil der Smart Natives kauft jedoch gerne sowohl online als auch stationär. Zwei Drittel können sich daher nicht vorstellen, dass Online-Shops Geschäfte ersetzen werden.
  4. Cross-Channel wird vorausgesetzt.
    Die Smart Natives verstehen nicht, wenn Vertriebskanäle eines Unternehmens nicht integriert sind und haben eine ausgeprägte „Ein Unternehmen“-Denke.
  5. Das Smartphone ist der ultimative Shopping-Assistent.
    Das Smartphone wird nicht nur überall für die Suche nach Produkten, Preisen und Anbietern eingesetzt, über 60 Prozent der Smart Natives können sich sogar vorstellen, dass es künftig statt Portemonnaie für den stationären Kauf ausreichend sein wird.

Fazit für den Handel

Entgegen einiger düsterer Prognosen wird der stationäre Handel aufgrund der starken Konkurrenz aus dem Internet und dem teilweise als opportunistisch bezeichneten Konsumentenverhalten nicht sterben. Doch er wird sich verändern müssen. Es reicht nicht mehr aus, einfach nur da zu sein und seine Waren anzubieten, sondern der Einkauf in Geschäften muss gestiegenen Anforderungen an Bequemlichkeit und Schnelligkeit genügen. Vor allem muss die persönliche Beratung als einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile des stationären Handels stimmen. Denn nicht nur Smart Natives suchen beim Einkauf nach Orientierung.

Mit dem Begriff „Cross-Channel“ wird im Jahr 2020 niemand mehr etwas anfangen können, da die Verzahnung von online, offline und mobile zur Selbstverständlichkeit geworden sein wird. Händlermarken werden dann wieder als ein Unternehmen und nicht als unterschiedliche Vertriebskanäle wahrgenommen werden. Innovative Store-Konzepte, bei denen die Vorzüge des stationären Handels mit denen des E-Commerce kombiniert werden, werden mehr und mehr die Innenstädte dominieren und die Bestellung von Produkten wird jederzeit, überall und von jedem Endgerät aus möglich sein. An der Umsetzung der Wünsche der Smart Natives von heute sollte jeder deutsche Händler mit Hochdruck arbeiten – denn die Anforderungen nachwachsender Konsumentengenerationen werden darauf aufbauen.

Die 5 Eckpunkte beziehen sich auf das ECC Whitepaper das sie hier (PDF Datei) abrufen können.

0 Kommentare