4 Startups, die mich auf der Bits & Pretzels 2016 beeindruckt haben

Die Bits & Pretzels 2016 hat nicht nur Kevin Spacey und Richard Branson nach München gelockt, sondern auch so viele Unternehmensgründer wie man sie wohl selten an einem Ort in Europa finden kann. Viele davon haben die Gelegenheit genutzt, ihr Startup zu präsentieren, ob auf dem Messebereich oder auf der Pitch-Stage. Ich möchte euch vier präsentieren, die mich dieses Jahr besonders beeindruckt haben:

1. SPOTTSTER – Shoppen zum Wunschpreis

bits-and-pretzels-logo-image-by-dan-taylorIch fange an mit dem offensichtlichsten: Spottster, dem Gewinner der Pitch-Competition. Spottster ist eine Wunschliste. Darin merke ich mir, welche Produkte ich gerne hätte, sie mir aber zum aktuell verfügbaren Preis zu teuer sind. Gleichzeitig gebe ich an, wie viel Geld mir das Produkt wert ist. Spottster benachrichtigt mich, sobald es zu meinem Wunschpreis verfügbar ist. Geld verdient das Startup über Provisionen und Daten über die Wunschpreise, die sie Online-Händlern zur Verfügung stellen.

Darum finde ich Spottster spannend: Mich erinnert Spottster an meine Lieblingsapp Pocket, eine Merkliste für Artikel, die ich gerne später lesen möchte. Mir erscheint es total sinnig, dass Konsumfreunde eine Merkliste für Produkte lieben, die sie später gerne kaufen möchten. Außerdem hat Gründerin Freya Oehle einfach einen tollen Pitch hingelegt.

2. OPINARY – Opinary makes Opinions matter

Auf Kommentieren haben wir Online-Leser meistens keine Lust. Maximal zu einem Like auf Facebook würdigen wir uns herab. Das kann für Inhalte-Ersteller sehr frustrierend sein: Wer spricht schon gerne in ein Vakuum? Opinary möchte das mit Tools ändern, die die Meinung von Nutzern direkt in den Content bringt und dadurch die Interaktionsrate um den Faktor 20 (also um 2.000 %!!) erhöht.

Darum finde ich OPINARY spannend: Vielleicht wird die Welt durch diese Innovation wirklich ein kleines bisschen besser. Wenn mehrer Menschen ihre Meinung kundtun, ist das zu begrüßen. Und auch falls die Interaktionsraten irgendwann nur noch halb so gut sind wie momentan, ist das immer noch besser als die von Facebook. Das ist wirklich beeindruckend!

3. ICAROS – We make you fly

ICAROS ist eine Kombination aus einem Fitness-Gerät und einem VR-Flugsimulator. Also könnte ich damit meinen Körper trainieren während ich in den virtuellen Welten eines Computerspiels Spaß habe. Ungefähr sechzig dieser Systeme wurden schon an Fitness-Center verkauft, jetzt sucht das Unternehmen gerade nach weiteren Investoren, um den Home-Trainer-Markt aufzumischen.

Darum finde ich ICARUS spannend: Mit 16 konnte ich mich ein paar Mal überwinden, im Fitness-Center zu trainieren. So ohne festes Ziel fand ich es leider nur eines: Ziemlich langweilig. Eine Generation von VR-Systemen wie ICARUS könnten auch für Muffel wie mich den Spaß an Fitness bringen.

4. airy – damit dir nicht die Puste ausgeht

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Moritz Orendt

airy ist ein Blumentopf, der die Luft reinigt. Anscheinend ist die Luftverschutzung in Innenräumen manchmal sogar deutlich stärker als an stark befahrenen Straßen. Da sich die meisten Menschen vorwiegend in Innenräumen aufhalten, sollte man etwas gegen diese Verschmutzung tun. Als Giftschlucker haben sich Pflanzen bewährt.

Basierend auf Erkenntnissen der NASA, das vor allem die Wurzeln der Pflanzen die Luft reinigen, hat das Team hinter airy einen Pflanzentopf entworfen, durch den das Wurzelwerk auf natürliche Weise belüftet wird.

Darum finde ich airy spannend: Auch wenn es airy nicht ins Finale geschafft hat – ich fand den Pitch sehr beeindruckend. Sie machen ein eher dröges Thema wie Luftverschmutzung interessant und bieten auch eine simple Lösung an.

Unser Autor Moritz Orendt

Moritz Orendt ist Mitgründer des Blog-Aggregators Blogbox und des Content-Curation-Tools Content Captain.
Außerdem arbeitet er mit Vergnügen für piqd und verschickt am Wochenende 5 Artikel-Empfehlungen als Deutschlands kleinste Sonntagszeitung.

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