Warren Buffett: Berkshire Hathaway investiert in Verisign

Im Domain Business und Domain Management gab es diese Woche eine interessante Meldung zu einer neuen Investition: Starinvestor und Börsenguru Warren Buffett hat über seine Investmentholding Berkshire Hathaway 3,685,700 Aktien von Verisign gekauft.

Das Engagement bei Verisign geht einher mit einer ganzen Reihe an Aufstockungen bei bestehenden Investments. Offenbar erhöhte das Management seinen Investitionsgrad in interessante Aktien. Die neuen Positionen bewegten sich jeweils unterhalb der 200 Millionen Dollar Grenze, was gemessen, am 75 Milliarden Porfolio von Berkshire Hathaway, eher geringere Beträge sind. Zumal parallel zu diesen Aufstockungen gerade ein Deal zur Übernahme von Heinz, dem amerikanischen Ketchupt Produzenten, abgewickelt wird. Nach Einschätzung von Branchenkennern handelt es sich um Transaktionen der beiden neuen Manager Todd Combs und Ted Weschler.

Buffett selbst fasst die Charakteristiken eines lohnenden Investitionszieles, laut Wikipedia, immer wie folgt zusammen:

„Wir investieren nur in ein Unternehmen, wenn wir (1) die Geschäfte verstehen, (2) die langfristigen Aussichten des Unternehmens gut sind (bewiesene Ertragskraft, gute Erträge auf das investierte Kapital, keine oder nur geringe Verschuldung, attraktives Geschäft), (3) das Unternehmen von kompetenten und ehrlichen Managern geleitet wird und (4) sehr attraktiv bewertet ist.“

 

Gründe für die Investition in Verisign

In der Vergangenheit hat Warren Buffet Investitionen in Technologie Unternehmen gemieden. So kann man in Wikipedia weiter lesen:

Außerdem sollen Anleger nach Buffett nur in solche (möglichst „simple“) Unternehmen investieren, deren Geschäft sie verstehen. Buffett, der nach seiner Ansicht nichts von Technologie versteht, hat deshalb so gut wie nie in technologielastige Unternehmen investiert. 1997 lehnte er das Angebot des damaligen Microsoft-Vizepräsidenten Jeff Raikes ab, ins Unternehmen seines Freundes Bill Gates zu investieren, obwohl sich Raikes alle Mühe gab, ihn von den Vorzügen von Microsoft zu überzeugen.

Allerdings liefert der Blog Domain-Recht.de eine plausible Erklärung, warum Verisign die strengen Kriterien von Berkshire Hathaway dennoch erfüllt:

Für VeriSign dürfte nicht zuletzt die Verlängerung des Registry-Vertrages für .com- und .net-Domains um sechs Jahre bis 30. November 2018 gesprochen haben, da er sichere Einnahmen garantiert. Darüber hinaus ist VeriSign Registry-Betreiber für die generischen Top Level Domains .name und .gov; zudem verwaltet VeriSign die Länderendungen .cc (Kokos-Inseln) und .tv (Tuvalu) und ist in die Verwaltung von .edu und .jobs miteingebunden. Über diesen Bestand hinaus darf sich VeriSign große Hoffnungen machen, von der Einführung neuer globaler Top Level Domains zu profitiren: bei etwa 220 Bewerbern wird VeriSign als »back-end registry service« geführt. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht ausgeschlossen, dass Buffetts Anlagestrategie aufgeht und er einmal mehr den richtigen Spürsinn bewiesen hat.

 

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