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Mittwoch, 01. April 2020

.ruhr erste deutsche new gTLD mit Eintrag im DNS Rootserver

Das Ruhrgebiet schreibt Internetgeschichte: Am 11.12.2013 hat ICANN die Top-Level-Domain .ruhr als erste deutsche Top-Level-Domain seit der Einführung von .de 1986 in den Rootserver eingetragen. Ab Anfang 2014 sind die neuen .ruhr-Domains registrierbar.

karte

Die Karte zeigt die geografischen Eckdaten von .ruhr. Das Ruhrgebiet:

  • 5,2 Millionen Einwohner
  • 53 Städte und Gemeinden
  • 160.500 Unternehmen

dot ruhr LogoDamit ist .ruhr technische Realität und unter http://nic.ruhr die erste .ruhr-Website aufrufbar. Ab Anfang 2014 können die „Ruhris“ nun ihre lokalen .ruhr-Domains registrieren und sich ihr eigenes Stück Netz im Revier sichern.

„Bislang gab es nur nationale und globale Namensräume im Internet. Eine Domain-Endung wie .ruhr bietet dagegen regionale und individuelle Identität, eine eigene Heimat für die Ruhris im Netz. Und das viel besser, als es länderspezifische Endungen wie .de je vermögen“, kommentiert Anja Elsing, Geschäftsführerin von regiodot, den historischen Moment.

Sei es die Möglichkeit, seine Verbundenheit zur Region auch online auszudrücken, der Wunsch nach einer lebenslangen, individuellen E-Mail-Adresse mit Bezug zur Heimat oder die optimierte Platzierung im Suchmaschinen-Ranking – die Argumente für eine .ruhr-Domain sind vielfältig.

„Ab Anfang 2014 können Interessierte .ruhr-Domains bei ihren Registraren – ähnlich wie heute – registrieren“, erklärt Bernhard Lüders, ebenfalls Geschäftsführer der regiodot. „Bereits jetzt können Interessenten kostenlos und unverbindlich Domains bei vielen Registraren vorreservieren.“ Die Liste aller Registrare lässt sich auf www.nic.ruhr aufrufen.

Auf die Frage, warum sich ein lokal ansässiges Unternehmen denn für die Domainendung [.ruhr] entscheiden sollte antwortet er:

„Die alten Domains .de oder .com haben ausgedient, genügen nicht länger unseren Ansprüchen. Es gibt allein 15 Millionen .de-Domains – da ist es nicht verwunderlich, dass viele, insbesondere neu gegründete Unternehmen aktuell vor der Krux stehen, keine prägnanten, merkfähigen Internetadressen mehr reservieren zu können. Dieses Problem hebt [.ruhr] auf: Kreative, einprägsame Domains werden wieder möglich. Für [.ruhr] spricht außerdem, dass der regionale Bezug innerhalb der Internetadresse zu einer besseren Findbarkeit im Bereich der lokalen Suche führt. Das ist ein echter Pluspunkt, der vielen Ruhrgebiets-Unternehmen in die Karten spielt.“

Welche Rolle spielt regiodot?

Die regiodot GmbH & Co. KG wird zukünftig die zentrale Registrierungsstelle für alle Domains unterhalb der Top-Level-Domain .ruhr und damit verantwortlich für den Betrieb und die technische Stabilität sein. Für die Domainregistrierung stellt sie den Anbietern ein automatisches elektronisches Registrierungssystem zur Verfügung. Damit schafft das Unternehmen die Grundlage dafür, dass zukünftig Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Institutionen ihre eigenen Domains mit der Endung .ruhr registrieren können.

Verschiedene Registrierungsphasen von .ruhr

Während der ersten Registrierungsphase von .ruhr können Inhaber von Marken- und ähnlichen Schutzrechten ihre Domains bevorrechtigt registrieren. Voraussetzung dafür ist, die Marken im Trademark Clearinghouse (TMCH) zu hinterlegen. Weitere Informationen zum TMCH finden Interessenten auf www.trademark-clearinghouse.com.

In den weiteren Phasen können Einwohner des Ruhrgebietes und im Anschluss alle Deutschen Domains unter .ruhr registrieren. Zu den Voraussetzungen der Registierung hat man uns auf Nachfrage folgendes mitgeteilt:

Grundsätzlich steht .ruhr jeder interessierten Privatperson und jedem Unternehmen oder anderen Organisation zur Registrierung offen, sofern eine Postadresse in Deutschland vorhanden ist. Nur während der Ruhr-Phase – zwischen Sunrise und General Availability – sollen Interessenten aus dem Ruhrgebiet einen Monat lang bevorzugt, noch vor allen anderen, .ruhr-Domains für sich registrieren können. Ähnlich wie bei .de ist auch bei .ruhr ein Proxy-Service erlaubt, der dazu dient, berechtigte Schutzinteressen von Unternehmen, etwa vor der Einführung neuer Produktnamen, oder weil der Registrant seine Domains ausschließlich über die Konzernzentrale registriert, auf die dann alle Domains weltweit eingetragen sind, zu berücksichtigen. Nur während der Ruhr-Phase gilt das Erfordernis, dass Registranten eine Postleitzahl aus dem Ruhrgebiet vorweisen müssen, die auch entsprechend validiert wird.

Laut einer aktuellen Meldung des Trademark Clearinghouse startet die Sunrise Phase, für Markeninhaber, die am TMCH teilgenommen haben, am Dienstag, den 21. Januar und soll bis 20. Februar laufen.

Stefan Hoffmeister
Stefan Hoffmeisterhttps://geistreich78.info
Stefan Hoffmeister ist Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) und Social Media Manager (ILS). Seit Herbst 2012 bloggt er hier auf geistreich78.info. Er war mehrere Jahre als Multichannel-E-Commerce Händler mit Fitness- und Gesundheitsartikeln aktiv.

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