Erreichbarkeit von neuen TLDs im Browser – Safari, Internet Explorer, Chrome

2013 stellt mit dem new gTLD Programm der ICANN die wichtigste Veränderung für das Internet, bzw. die Domain Industrie, der letzten Jahre dar, wenn nicht sogar seit dem Bestehen  des Internet. Niemals zuvor wurden so viele verschiedene Top Level Domain (kurz: TLD) gelauncht, wie ab diesem Frühjahr geplant. Mit einer monatlichen Rate von bis zu 80 neuen Domain Endungen wird das Internet ein neues Gesicht bekommen. Neben geografischen Endungen, wie .Berlin oder .Bayern, wird es allgemeine TLD´s geben – .App, .Shop oder .Web, um nur ein paar zu nennen. Die dritte Kategorie werden sogenannte .Brand TLD´s sein: Sprich Markenendungen, wie .Google oder .Apple.

Domain Erreichbarkeit das A und O im Internet

Ganz egal, wie sich das Internet verändert, eins bleibt oberste Priorität für jeden Domaininhaber: Im World Wide Web gefunden zu werden. Mit anderen Worten, bei Eingabe in einen der gängigen Browser Safari (von Apple), Internet Explorer (von Microsoft) oder etwa Chrome (von Google), die gewünschte Adresse zu erreichen.

Aufhorchen ließ hier ein Artikel von Kevin Murphy, Domain INCITE, diese Woche. Er hatte den Titel: Apple, Google and Microsoft still don’t understand new TLDs.

Er führt in seinem Blog auf, dass unterschiedliche Versionen der drei genannten Browser, Domains unter einigen kürzlich gelaunchten Top Level Domains, nicht erreichen.

Namentlich werden in seinem Artikel die folgenden TLD´s genannt:

  • .sx
  • .post
  • .cw

Ich möchte hier gar nicht erst in technische Details eintauchen. Es ist klar, dass die genannten Software Unternehmen unterschiedliche Technologien verwenden, die zu einer Indizierung von Domains führen. Eine ganz andere Aussage finde ich jedoch bemerkenswert:

The blurring of the lines between search and direct navigation is one of the biggest threats to the long-term relevance of domain names, so it’s vital to the industry’s interests that the problem of universal acceptance is sorted out sooner rather than later.

Die Verwischung der Grenzen zwischen Suche und direkter Navigation ist eine der größten Bedrohungen für die langfristige Bedeutung von Domain-Namen. Folglich ist es wichtig, im Interesse der Internet Industrie, das Problem der universellen Akzeptanz eher früher als später zu klären.

Andrew Allemann, Redakteur von Domain Name Wire, ergänzte hierzu:

 

Andrew 

January 22, 2013 at 2:11 pm

Your last paragraph is the key. Google would rather have you show up in its search engine than go directly to the web site. It can’t do that for all TLDs or people would switch browsers, but missing some of them is beneficial to its business model

Der letzte Absatz ist der Schlüssel. Google wäre es lieber man sucht nach einer Domain in seiner Suchmaschine als der direkte Weg zur Website. Es kann das nicht für alle TLDs machen oder die Leute würden den Browser wechseln, aber fehlen einige von ihnen wirkt sich das positiv auf das Geschäftsmodell aus.

Browser bereit für new gTLD?

Aufgrund des Artikels habe ich Kevin Murphy gefragt, was er über die Situation für die neuen Top Level Domains denkt. Hier unsere Kommunikation auf Twitter:

Zu deutsch: „Ohne bessere Kommunikation zwischen den Registries und den Entwicklern könnte es chaotisch werden.“

 

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