Einfluss der new gTLD Preisstrategie auf Potential an Domainverkäufen

Seit Ende Oktober starten jede Woche neue Top Level Domains (new gTLD) mit ihren Sunrise Phasen. In dieser ersten Priorisierungsperiode können nur Markeninhaber, die am Trademark Clearinghouse teilgenommen haben und zu den Sunrise Services berechtigt sind (es muss eine sog. SMD Datei zugeteilt worden sein) teilnehmen.

Verschiedene Formen der Preisstrategie bereits jetzt sichtbar

Nachdem die Betreiber dieser neuen Endungen, die Registries, zum Teil viele Jahre darauf warten mussten endlich Geld mit dem Verkauf von Domains zu verdienen sind ganz unterschiedliche Versuche zu beobachten, möglichst schnell die bereits entstandenen Kosten wieder hereinzubringen.

  • Namejet und XYZ / College bieten in Kooperation Versteigerungen von Premium Domains an, noch bevor diese überhaupt frei gegeben sind, bzw. die Sunrise Phasen gestartet sind. Selbst in Fachkreisen ist dieses Vorgehen stark umstritten.
    Lesen Sie hierzu die beiden Artikel von Kevin Murphy (DomainIncite)
    XYZ says auctions “comfortably within the rules”
    NameJet to auction new gTLD domains before they launch
  • Nach der Sunrise wird vielfach eine Landrush Phase durchgeführt – die Domain Registrierung ist zwar für Jedermann zugänglich, aber zu deutlich höheren Preisen, als die späteren Jahresgebühren.
  • Die Registries kategorisieren unzählige strings in verschiedene Premium Kategorien. Z.B. wird eine Domain „mountain.bike“ zu einem wesentlich höheren Preis verkauft, als „Mustermann.bike“.

Vor allem die letzte Preisstrategie kann zu Missverständnissen und mangelnder Transparenz gegenüber den Verbrauchern führen. Bis dato konnte man davon ausgehen, dass eine freie .com / .net / .info Domain sich in einer bestimmten Preisspanne, lediglich abhängig vom Registrar, bewegt. In Zukunft wird es innerhalb der Top Level Domain ein stark variierendes Preisgefüge geben.

Was bedeutet die Preisstrategie für das Potential an Domainverkäufen?

Andrew Alleman wirft in einem gestrigen Post die Frage in den Raum, wie viele Domains zu Premium Preisen eine Nischen TLD überhaupt verkaufen kann. Er nennt das Beispiel .build.

Consider .build, which estimates that “basic” .build domain names will retail for $99.

How many domain registrations can .build realistically expect to get? Is 10,000 registrations a realistic goal?

Depending on its overhead, that wouldn’t be a bad business. That’s about $1 million a year, with perhaps $600,000 going to the registry.

The bogey in all of this is defensive registrations. It’s possible that construction companies will pay $99 to keep their names out of the hands of others. If that’s the case, then the number could be much higher.

Er führt an, dass das Hauptargument für einen Domainkauf, in diesem Zusammenhang, das Schreckgespenst der Defensivregistrierung ist. Gut vorstellbar, dass Bauunternehmen 99.- $ Dollar in die Hand, um einem Missbrauch ihres Namens vorzubeugen.

Lesenswert sind hier die Kommentare. Der bekannte Domaininvestor Rick Schwartz führt z.B. an:

The better would be Build at the begiining not at the end. I see that a lot. You can build a lot of things. Buildhomes, buildbusiness buildanything. But does not sound right the other way as .build

Just a few combos. I am not getting it.

But to your question as a .build, I think hundreds rather than thousands and they won’t be from consumers or end users. Certainly not for investors.

Vermutlich schon im Januar / Februar 2014 werden wir eine erste Tendenz feststellen können, wenn die ersten Go Live Phasen der new gTLD begonnen haben.

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