eco: Schleichende Internet-Revolution mit neuen Namen

Zum new gTLD Programm der ICANN gibt es eine offizielle Pressemitteilung vom eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.: Diese wird hier ausnahmsweise ungekürzt und unkommentiert veröffentlicht.

eco Logo - entnommen aus dem Presse-Download

eco Logo – entnommen aus dem Presse-Download

eco stellt neuen Registrar Atlas 2013 am 23. April erstmals vor

Viele sprechen von einer „schleichenden Revolution“ im Internet: Ab diesem Sommer werden weltweit nach und nach die neuen generischen Top-Level-Domains (gTLD) eingeführt. Vereinfacht gesagt kommen damit zusätzlich zu den derzeit bekannten Endungen wie beispielsweise „.de“ für Deutschland erstmals neue Adresserweiterungen wie etwa „.blog“, „.shop“ oder „.berlin“ zum Einsatz. Wie sich Domainanbieter auf die anstehenden Änderungen einstellen, hat eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft in seinem dritten Registrar Atlas 2013 in acht Ländern untersucht. Die Studie gibt Aufschluss darüber, wie der Domainmarkt aufgestellt ist, wo für Unternehmen Geschäftschancen bestehen und welchen neuen gTLDs die Anbieter besonders gute Marktchancen ausrechnen.

Laut aktueller eco Untersuchung stufen mehr als ein Drittel (37 Prozent) der deutschen Domain-Anbieter die Erfolgschancen der neuen generischen Domains wie „.radio“, „.movie“ oder „.sport“ als sehr gut ein, wenn die Geschäftsidee überzeugend ist. Sie sind damit optimistischer als die meisten ihrer Kollegen in den anderen europäischen Ländern. Viel Aufwand werden die Anbieter voraussichtlich nicht betreiben, um für die neuen Endungen bei ihren Kunden zu werben: In Deutschland plant nur ein knappes Viertel (24 Prozent) spezielle Marketingmaßnahmen für die neuen Endungen. In Österreich sind es immerhin 29 Prozent, in der Schweiz und in Großbritannien ein Drittel (33 Prozent).

Marktwissen entscheidet über Erfolg

Ab Sommer werden im Durchschnitt täglich zwei neue gTLDs eingeführt und das für die nächsten zwei Jahre. Hinzu kommen noch einige hundert weitere TLDs, die nicht frei registrierbar sind, wie etwa Unternehmens-TLDs. „Da ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten – zumal nicht alle Anbieter den Aufwand betreiben können, jede neue Domain in ihr Portfolio aufzunehmen“, betont Rechtsanwalt Thomas Rickert, Director der Kompetenzgruppe Names & Numbers im eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft. „Doch nur wer den Markt kennt, kann das Potenzial der neuen Domains auch ausschöpfen.“

Der Registrar Atlas 2013, welcher am 23. April ab 16.30 Uhr erstmals vollständig in Köln präsentiert wird, erläutert Fakten zum Domainmarkt in Deutschland, der einer der größten weltweit ist. Dementsprechend zeigt die aktuelle Untersuchung, wie der Markt sich von der ersten Studiendurchführung bis heute verändert hat und vergleicht ihn mit sieben weiteren Märkten: in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Bulgarien und Russland. Neben den neuen gTLDs werden viele weitere Aspekte rund um die Domainbranche adressiert, um aktuelle Trends und Marktchancen erkennen zu können. „Die neuen gTLDs werden die Internet-Welt nicht auf einen Schlag auf den Kopf stellen, sondern eher in einem schleichenden Prozess die Gewichtungen sukzessive verschieben“, erläutert Rickert.

Der Artikel wurde im Original hier veröffentlicht.

Über eco

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Als Verband ist es eine der wichtigsten Aufgaben von eco, die Interessen der Mitglieder gegenüber der Politik und in internationalen Gremien zu vertreten. Mit unserem Hauptstadtbüro in Berlin befinden wir uns im Zentrum politischer Entscheidungsprozesse. eco ist Gründungsmitglied von EuroISPA, der Dachorganisation europäischer Internetwirtschaftverbände, vertritt die deutsche Industrie mit einem Sitz im Council der Generic Names Supporting Organization (GNSO) bei ICANN und ist treibende Kraft hinter dem Internet Governance Forum – kurz: Wir gestalten das Internet.

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